Am 11. Mai 2026 wird die Universität Hohenheim in Stuttgart zu einem besonderen Ereignis einladen: den Presse-Spaziergang anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Hohenheimer Gärten. Zu diesem Anlass haben Medienvertreter:innen die Möglichkeit, ab 11 Uhr die facettenreiche Gartenlandschaft zu erkunden und sich über aktuelle Forschungsprojekte sowie Sanierungsmaßnahmen zu informieren, die in den letzten Jahren nahezu abgeschlossen wurden. Der Spaziergang findet im malerischen Rahmen der Hohenheimer Gärten statt, die mit ihrer Fläche von über 30 Hektar der größte Teil des Campus der Universität sind.
Die Hohenheimer Gärten, gegründet im Jahr 1776 von Herzog Carl Eugen von Württemberg und seiner Gemahlin Franziska von Hohenheim, sind nicht nur ein botanisches Kleinod, sondern auch ein Ort der Wissenschaft und Forschung. Durch die einzigartige Gestaltung und Pflege beherbergen sie rund 3000 Gehölztaxa, zahlreiche Denkmale sowie Kunstwerke, die vier Jahrhunderten entstammen. Unter den besonderen Attraktionen befinden sich über 150 Gehölze, die älter als 100 Jahre sind, darunter die markante Platane am Spielhaus, die zum „Nationalerbe-Baum“ erklärt wurde.
Einblicke in die Gärten
Während des Rundgangs sind verschiedene Themen vorgesehen. Die Teilnehmenden können sich auf Vorführungen freuen, die die innovative Nutzung moderner Technologien beleuchten. So ist ein Drohnenflug geplant, der zur Analyse der Baumgesundheit genutzt wird. Zudem wird ein Baumkletterer bei seiner Arbeit zu beobachten sein. Diese Demonstrationen zeigen nicht nur die Forschung, sondern auch die Bemühungen um nachhaltige Wassernutzung und die Förderung der Biodiversität innerhalb der Gärten.
Im Exotischen Garten, auch bekannt als Franziskas Dörfle, erleben die Gäste die grüne Pracht, die seit der Gründung durch Herzog Carl Eugen stetig gewachsen ist. Dieses Gebiet war zwischen 1776 und 1793 als englische Parkanlage angelegt und umfasst heute 9,3 Hektar. Hier befinden sich auch verschiedene historische Bauwerke, die den Stil und die Geschichte der Gärten widerspiegeln.
Ein wichtiger Beitrag zur Bildung und Forschung
Die Hohenheimer Gärten sind ganzjährig kostenfrei zugänglich und werden von Dr. Helmut Dalitz geleitet. Sie sind nicht nur ein Ort der Erholung, sondern bieten auch akademische Möglichkeiten. Die Garnierung der Landschaft ist durch spezifische Forschungsprojekte geprägt. Die Gärten wurden 1953 zum „Landesarboretum Baden-Württemberg“ erhoben, was ihre Bedeutung als Ausbildungs- und Forschungsstätte zusätzlich unterstreicht.
Für den Presse-Spaziergang ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte Medienvertreter:innen können sich unter presse@uni-hohenheim.de anmelden. Ansprechpartner für weitere Informationen sind Dr. Helmut Dalitz, Dr. Robert Gliniars, Carolin Lenz sowie Carmen Zinnecker-Busch.
Ein weiteres Highlight der Hohenheimer Gärten ist die vielfältige Sammlung von Pflanzen und Bäumen, die im Rahmen des Botanischen Gartens gezeigt wird. Dieser erstreckt sich über mehrere Hektar und veranschaulicht die Entwicklung der Vegetation Mitteleuropas seit der letzten Eiszeit. Die Gärten sind Teil des Landschaftsschutzgebiets „Körschtal“, das durch den Fluss Körsch geprägt ist.
Zu den historischen Denkmälern innerhalb der Gärten zählen unter anderem der Franziska-Obelisk und das Denkmal für Katharina Pawlowna von Russland, die beide von Markus Wolf gestaltet wurden. Pünktlich zum Jubiläum wird eine neue Website freigeschaltet, auf der weitere Informationen zu den Gärten und den geplanten Aktivitäten zu finden sind.