Am 23. Juli 2026 wurden im Archiv der Moderne (AdM) der Bauhaus-Universität Weimar bedeutende Archivalien übergeben. Diese Schenkung umfasst Kunstobjekte und Dokumentationsmaterialien, die im Rahmen des Projekts „Bauhaus Psychology – Workshop with Robert Wilson“ entstanden sind. Das Projekt wurde 2023 realisiert, um das 100-jährige Jubiläum der ersten großen Bauhaus-Ausstellung von 1923 zu feiern. Das bauhaus.medien.bühnen Labor der Fakultät Medien hat diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar erfolgreich durchgeführt.

Die Idee für das Projekt stammte von Prof. Dr. Henning Schmidgen, der an der Bauhaus-Universität Weimar für Medientheorie und Wissenschaftsgeschichte verantwortlich ist. Der Workshop legte den Fokus auf die Bauhaus-Meisterin Gertrud Grunow und ihre Lehren über Wahrnehmung, Bewegung und Gleichgewicht. Robert Wilson, ein renommierter Regisseur und Künstler, sowie weitere Experten wie Ute Ackermann (Kunsthistorikerin und Kuratorin) und Paulina Olszewska (Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin) nahmen an dem Workshop teil und erörterten zentrale Themen der Bauhaus-Psychologie.

Das Erbe der Bauhaus-Psychologie

Der Workshop beleuchtete die Rezeptionswege und Anwendungsfelder der Bauhaus-Psychologie. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, welche Rolle der Körper und seine Bewegungen in diesem Kontext spielen. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit von Gertrud Grunow mit dem Psychologen Heinz Werner thematisiert. Die Verbindungen zwischen Wilson und Daniel Stern, einem Entwicklungsforscher und Psychoanalytiker, wurden ebenfalls eingehend erörtert.

Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher in den Oberlichtsaal der Bauhaus-Universität und förderte eine anschauliche Diskussion über die Bedeutung von Körper, Raum, Bewegung und Wahrnehmung in der heutigen Zeit. Die Schenkung enthält unter anderem signierte Zeichnungen von Robert Wilson und künstlerische Arbeiten von Jenny Brockmann, die sich mit der Raumarchitektur im Oberlichtsaal beschäftigten. Auch Diskursobjekte, die anlässlich des Workshops entstanden, sind Teil dieser Schenkung.

Gertrud Grunows Einfluss

Gertrud Grunow, deren Lehren im Workshop behandelt wurden, war eine Pionierin der Bauhaus-Psychologie und Meisterin am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Ihr Unterricht und ihre Methoden hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf das pädagogische Konzept der Institution. Von 1920 bis 1924 prägte sie das Bauhaus mit ihrer „Harmonisierungslehre“, die als Grundlage für die Ausbildung von Künstlern wie Wassily Kandinsky und Paul Klee diente. Grunows Beitrag zur Bauhaus-Ausstellung 1923 und ihre Forschungsarbeiten zeigen die enge Verbindung zwischen Kunst und Psychologie, die auch im Workshop mit Robert Wilson thematisiert wurde.

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Die umfassenden Dokumentationsmaterialien, die mit der Schenkung einhergehen, dienen der Forschung und Lehre und machen das Projekt für zukünftige Generationen nachvollziehbar. Die Veranstaltung im Sommer 2023 stellt somit nicht nur einen Rückblick auf die Bauhaus-Traditionen dar, sondern auch einen Ausblick auf die weiterhin relevante Diskussion über die Wechselwirkungen zwischen Kunst, Bewegung und Wahrnehmung.

Uni-Weimar berichtet über die Schenkung. Außerdem wurde im Rahmen des Workshops ein Beitrag zur Perspektive von Gertrud Grunow geleistet, der während der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Künstlern und Wissenschaftlern diskutiert wurde, wie Kunstfest-Weimar zusammenfasst. Schließlich weist Wikipedia auf Gertrud Grunows umfassenden Einfluss auf die pädagogischen Ansätze am Bauhaus hin.