Das Engagement für Nachhaltigkeit und die Förderung entsprechender Entwicklungen sind derzeit von zentraler Bedeutung an Universitäten. Die Universität Potsdam hat nun einen bedeutenden Preis ins Leben gerufen, den Better World Award UP. Diese Auszeichnung wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal vergeben und ist mit 3.333 Euro dotiert. Der Preis richtet sich an Studierende in Masterprogrammen sowie an Promovierende, die mit ihren Abschlussarbeiten zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft beitragen.
Die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. verleiht den Award unter der Schirmherrschaft der LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH, die das Preisgeld stiftet. Der Transferbereich der Universität Potsdam unterstützt den Wettbewerb und lädt alle interessierten Studierenden ein, ihre Arbeiten bis zum 10. Juli 2026 einzureichen. Die eingereichten Arbeiten sollen Bezug zu den Zielen der UN-„Sustainability Goals” haben und praktikable Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten.
Themen von Interesse
Die Themen, die für den Wettbewerb von Interesse sind, umfassen unter anderem:
- Nachhaltigkeit
- Wirtschaftswachstum
- Produktion und Konsum
- Städte- und Gemeindeentwicklung
- Ernährung
- Klimaschutz
- Digitalisierung
- Neue Arbeitsformen
- Mobilität
Um die herausragendsten Arbeiten zu ermitteln, wird im September ein Pitching der besten Bewerbungen stattfinden. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern der Universitätsgesellschaft Potsdam sowie weiteren Fachleuten zusammen, darunter Prof. Dr. Florian J. Schweigert, Prof. Dr. Ilko Bald und Prof. Dr. Henning von Grünberg. Die Preisverleihung ist für den 13. Oktober 2026 geplant, und auch frühere Preisträgerinnen, wie Dr. Anna Heidenreich und Valerya Denisova, sind involviert.
Bildung für Nachhaltigkeit
Dieser Preis steht im Kontext der weltweiten Bemühungen um eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Bereits im Jahr 2002 riefen die Vereinten Nationen die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ ins Leben, die von 2005 bis 2014 andauerte, um das Konzept der Nachhaltigkeit in Bildungseinrichtungen zu stärken. Wie hrk.de berichtet, wurde im Rahmen dieser Dekade ein Runder Tisch mit über 100 Mitgliedern und verschiedenen Arbeitsgruppen eingerichtet.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) war in diesen Prozess eingebunden und betonte in einer Empfehlung von 2009 die Rolle der Hochschulen als entscheidende Akteure im Bereich nachhaltige Entwicklung. Mit der Verabschiedung der Bonner Erklärung im September 2014 und dem folgenden Weltaktionsprogramm zur Förderung der Nachhaltigkeit im Bildungsbereich wurde der Rahmen für zukünftige Aktivitäten geschaffen.
Im Jahr 2015 formulierten die Vereinten Nationen insgesamt 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die auf dringenden Handlungsbedarf in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft reagieren. Die Verbindung von Bildung und Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle, um zukünftige Generationen für diese Herausforderungen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.