Die Universität Bielefeld hat vor Kurzem gleich zwei Drittmittelförderungen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre erhalten. Diese Förderungen, die am 1. Oktober 2026 beginnen und eine Laufzeit von drei Jahren haben, sind Teil eines Programms, das sich der digitalen Bildung und der Inklusion an Hochschulen widmet. Mit einem Gesamtvolumen von rund 6,3 Millionen Euro wurden von insgesamt 199 eingereichten Projekten nur 29 für die Förderlinie „Fokus Netzwerke 2026“ ausgewählt.

Die beiden geförderten Projekte sind „InkluBuddy“ und das „Public History Netzwerk“. Das Projekt „InkluBuddy – Netzwerk Beratung und Lehre inklusiv“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein Mentoring-Programm für Beratende und Lehrende zu entwickeln. Dabei wird eng mit der Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung NRW zusammengearbeitet. Die Schwerpunkte von InkluBuddy liegen auf Nachteilsausgleich, Fallarbeit und der Schaffung einer barrierefreien Lehre. Aus den Erfahrungen des Projekts wird ein Online-Selbstlernkurs entstehen, der passende hochschuldidaktische Zertifikate bietet. Den Projektverantwortlichen stellt Michael Johannfunke, der Koordinator der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) der Universität, dar.

Aber auch das zweite geförderte Projekt, das „Public History Netzwerk“, hat ehrgeizige Ziele. Dieses Netzwerk, geleitet von Professorin Dr. Kornelia Kończal, soll Lehrende, Studierende und Absolvent*innen der Public History im deutschsprachigen Raum verbinden. Ein zentraler Aspekt dieses Projekts ist die gemeinsame Qualifizierung und Vernetzung, die über einen „Digitalen Campus“ erleichtert wird. Zudem ist geplant, ein Positionspapier zu erstellen, das die Aufnahme von Public History in deutsche Studiengänge fordert.

Der Kontext dieser Entwicklungen wird durch die allgemeine Diskussion um digitale Bildung und Barrierefreiheit an Hochschulen erweitert. Laut der Bundesfachstelle Barrierefreiheit, die 2016 gegründet wurde, ist es ein zentrales Anliegen, Behörden und Verwaltungen dabei zu unterstützen, Barrierefreiheit in Bildungseinrichtungen umzusetzen. Besonders in der digitalen Hochschulbildung ist der Abbau von Barrieren und die Förderung von Bildungsgerechtigkeit von großer Bedeutung. Projekte wie HessenHub, das innovative Konzepte für das digitale Lehren und Lernen entwickelt, zeigen, dass der Diskurs über Inklusion und digitale Bildung in vollem Gange ist.

Insgesamt trägt die Universität Bielefeld mit den geförderten Projekten nicht nur zur eigenen Lehre bei, sondern auch zur umfassenden Weiterentwicklung der Hochschulbildung in Deutschland. Es scheint, als ob sich hier eine neue Welle von Initiativen anbahnt, die den Wunsch nach Chancengleichheit und Inklusion in der akademischen Welt erfüllen will. Wichtig ist, dass die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Projekte weit über die Universität hinaus von Bedeutung sein werden.

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Nähere Informationen zu diesen Förderungen und Projekten finden Sie auf den entsprechenden Seiten der Universität Bielefeld aktuell.uni-bielefeld.de und der Bildungsserver-Seite bildungsserver.de.