Am 22. Mai 2026 wurde Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert, bekannt für seine Engagements in der Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) und Robotik, in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen. Rückert ist 68 Jahre alt und leitet die Arbeitsgruppe Kognitronik & Sensorik an der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld. Zudem fungiert er als Prorektor für Digitalisierung und Dateninfrastruktur.

Rückerts Forschungsinteressen konzentrieren sich auf mikroelektronische Systeme, während sein aktuelles Projekt „Digitaler Bahnhof Minden“ Roboteransätze zur Unterstützung von Reisenden untersucht. In seiner Karriere hat Rückert Informatik und Physik an der Universität Dortmund studiert und sich durch eine Promotion in Elektrotechnik weiterqualifiziert. Seit 2009 ist er Professor an der Universität Bielefeld und hat zuvor Positionen bei der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie der Universität Paderborn innegehabt.

Teilnahme an der Lindauer Nobelpreisträgertagung

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen fördern den Austausch von Wissenschaftler*innen und sollen Impulse für die Forschung geben. In diesem Jahr werden am Bodensee 75 Nobelpreisträger*innen und 600 Nachwuchswissenschaftler*innen erwartet. Aus der Universität Bielefeld wurden drei talentierte Forschende ausgewählt: Maik Gärner, Nicolas S. Beermann und Maike Bittmann. Gärner, 27 Jahre alt, promoviert in Dünnen Schichten und Nanostrukturen und erforscht magnetische Materialien für Datenspeicherung und Sensorik. Beermann, 27, untersucht spintronische Materialien in seiner Promotion zur Terahertz Physik. Bittmann, 29, widmet sich der Industriellen Organischen Chemie und Biotechnologie.

Während der Tagung hielt Professorin Frances Arnold, Nobelpreisträgerin, eine einleitende Rede zur gerichteten Evolution und deren Anwendung in der chemischen Industrie. Auch Nobelpreisträger wie Stefan Hell und John O’Keefe, die über hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie und die Funktionsweise des Gehirns sprachen, hatten die Gelegenheit, sich mit den Teilnehmenden auszutauschen. Die inspirierenden Diskussionen könnten zu neuen Kooperationen in der Forschung führen.

Die Rolle von KI in der Forschung

Parallel zur Anerkennung von Rückerts Bedeutung in der digitalen Forschung zeigt eine Umfrage der Max-Planck-Gesellschaft und Fraunhofer-Gesellschaft, dass das Interesse und die Nutzung von KI-Tools unter den Forschenden wächst. Im Juni 2024 hatten insgesamt 6.215 Forscher*innen an der anonymen Umfrage teilgenommen. Die Analyse zeigt, dass 42,4% der Befragten mit KI-Tools vertraut sind und eine bemerkenswerte 25,9% diese täglich verwenden.

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Die Daten legen nahe, dass jüngere Forschende tendenziell aktiver mit KI-Tools arbeiten und dass diese Technologien in viele Phasen des Forschungsprozesses integriert werden. Trotz der breiten Akzeptanz gibt es jedoch Hindernisse, wie rechtliche Unsicherheiten und mangelndes Wissen, die einige Forscher*innen an der effektiven Nutzung hindern. Ein großer Teil der Befragten erwartet, dass klare Richtlinien von supranationalen Gremien unterstützt werden.

Insgesamt zeigt sich, dass KI in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnt und bedeutende Veränderungen in den Praktiken der Wissenschaftler*innen bewirken wird. Die aktuellen Entwicklungen rund um Ulrich Rückert und die talentierten Nachwuchswissenschaftler*innen der Universität Bielefeld verdeutlichen, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch und die Innovationskraft in der Wissenschaft sind.