Eine neue Radiosendung über den FrauenOrt Bilillee Machbuba in Cottbus ist seit dem 7. Juni online und widmet sich der faszinierenden Geschichte dieser besonderen Figur. Mitarbeiter*innen des Projekts, darunter Abnet Bekele, Luisa Stuhr und Elio Gäbelein von der FrauenOrte Initiative in Brandenburg, waren zu Gast bei Sternchen.fm. Der Beitrag behandelt die Entstehung des FrauenOrts Bilillee Machbuba an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus.

Bilillee Machbuba, geboren um 1825 in Abessinien, dem heutigen Äthiopien, wurde im Alter von nur 11 Jahren versklavt. Nachdem ihre Eltern 1836 ermordet wurden, wurde sie auf einem Sklavenmarkt in Kairo oder Khartum verkauft. Herrmann von Pückler-Muskau erwarb sie während einer Reise und gab ihr den Namen Machbuba, was „Geliebte“ bedeutet. Diese Beziehung und der Umgang mit Bilillee, die während ihrer Gefangenschaft auch als Statussymbol diente, werfen ethische Fragen auf, die in der heutigen Zeit immer kritischer betrachtet werden.

Der FrauenOrt und seine Bedeutung

Die Erinnerungstafel für Bilillee Machbuba, die auf Initiative von FrauenOrte Brandenburg ins Leben gerufen wurde, ist mehr als nur ein Denkmal; sie soll Bewusstsein schaffen für die Geschichte der Versklavung Schwarzer Menschen. Im Sommersemester 2025 wird im Rahmen des BTU4Future Moduls an diesem Erinnerungsort gearbeitet. Dabei steht die Wahrnehmung und die Bedeutung des Ortes für das Erinnern Schwarzer Geschichte in Cottbus im Vordergrund.

Studierende haben den FrauenOrt um eine Bank, Blumen und Pflanzen erweitert, um einen einladenderen Raum zu schaffen. Die Eröffnungsfeier fand im Juli 2025 statt, und der Fokus lag auf einem kritischen Erinnern an die deutsche Kolonialgeschichte. Die Initiative zielt darauf ab, Bilillees Lebensgeschichte und die damit verbundenen kulturellen Erzählungen lebendig zu halten und der breiten Öffentlichkeit nahezubringen.

Würdigung und Projekte

Die Geschichte von Bilillee Machbuba ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern sie ist auch Teil eines größeren gesellschaftlichen Gedächtnisses. Pückler war der Erste, der über Bilillee schrieb und stellte ihre Beziehung als Liebesgeschichte dar, eine Erzählung, die heute kritisch hinterfragt wird. Bilillees Geschichte wird durch verschiedene Veranstaltungen und Projekte in Cottbus gewürdigt, darunter ein Hörspaziergang und die Einweihungsfeier für den FrauenOrt Bilillee Machbuba, die am 9. Juli 2025 stattfand.

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Für weitere Informationen zur Arbeit rund um Bilillee Machbuba und die Eröffnungsfeier sind detaillierte Berichte und Materialien verfügbar. Das Engagement der Studienrichtung an der BTU Cottbus und der Initiative FrauenOrte Brandenburg zeigt, wie wichtig es ist, solche Geschichten im Gedächtnis zu behalten und ihre Relevanz in der heutigen Gesellschaft zu beleuchten.

Für mehr Informationen über die Radiosendung und die Hintergründe können Interessierte b-tu.de und frauenorte-brandenburg.de besuchen, sowie die zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen dieser Initiative verfolgen.