Die Vorfreude ist groß, denn Brandenburgs erste Universitätszahnklinik öffnet am 3. August 2026 ihre Türen in Brandenburg an der Havel. In einem historischen E-Werk, das einst an die technische Entwicklung des 20. Jahrhunderts erinnerte, wird nun ein modernes Zentrum für Zahnmedizin ins Leben gerufen – ein echtes Highlight für die Region.

Ein Team aus Fachleuten, darunter Boris Lange und Prof. Gerhard Schmalz, hat die letzten Handgriffe am neuen Eingangsbereich gesetzt. Diese Woche erfolgt die Installation der Möbel und Geräte, und insgesamt 40 Behandlungsstühle werden für die Patient:innen bereitgestellt. Der Charme des sanierter Industriebau bleibt dank der Integration alter Mauern und technischer Elemente erhalten, was dem Neubau eine besondere Note verleiht. “Wir haben ein gutes Händchen für die Kombination aus Geschichte und Moderne bewiesen”, so Boris Lange.

Vielfältige Behandlungsangebote

Die neue Universitätszahnklinik wird nicht nur ein Ort der Lehre und Forschung sein, sondern vielmehr auch ein umfassendes Angebot an zahnmedizinischer Versorgung bereitstellen. Es werden fünf digitale Behandlungsplätze zum Start zur Verfügung stehen, mit dem Ziel, diese auf etwa 40 auszubauen. Das Behandlungsspektrum reicht von allgemeiner Zahnmedizin über Parodontologie bis hin zu Kieferorthopädie und Oralchirurgie. Für Patient:innen mit besonderen Bedürfnissen werden zusätzliche Spezialsprechstunden, etwa für Zahnarztangst oder mobile Versorgungen, bereitgestellt – ein Aspekt, der in der aktuellen zahnmedizinischen Landschaft selten ist.

Ein interessanter Part der Klinik ist die Integration in den neu eingerichteten Brandenburgischen Modellstudiengang Zahnmedizin, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Jährlich stehen 48 Studienplätze zur Verfügung, und die künftigen Zahnärzt:innen dürfen bereits ab dem 7. Semester unter fachkundiger Aufsicht selbständig Behandlungen durchführen.

Investitionen und Nachhaltigkeit

Um die Klinik auf einen modernen Stand zu bringen, sind bis 2027 Investitionen von knapp 5 Millionen Euro für Ausstattung und Technik eingeplant. Dazu gehören unter anderem digitale Behandlungseinheiten und 3D-Röntgendiagnostik. Auch Aspekte der Nachhaltigkeit kommen nicht zu kurz: Mit Wärmepumpentechnik und intelligenter Gebäudesteuerung wird ein zukunftsfähiges Konzept verfolgt. Das neue Zentrum soll bis zu 40.000 Behandlungsfälle pro Jahr abwickeln und trägt somit zur Entlastung des bestehenden Gesundheitssystems in der Region bei.

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Der Tag der offenen Tür am 13. September 2026, im Rahmen des Tages des offenen Denkmals, bietet eine wunderbare Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen dieser innovativen Einrichtung zu werfen. Hier können Interessierte sowohl die neuen Räume besichtigen als auch Informationen zu den Angeboten und den Fachbereichen der Klinik erhalten.

Für die Region Brandenburg bedeutet die Eröffnung der Universitätszahnklinik einen wichtigen Schritt zur Schließung einer bestehenden Versorgungslücke. Begleitet von einer Warteliste von über 3.000 Patient:innen wird diese neue Einrichtung die zahnmedizinische Versorgung nachhaltig prägen und auf hohem Niveau an die Bedürfnisse der Bevölkerung anpassen. Besondere Behandlungen, die in der MHB-Praxis in der Wilhelmsdorfer Straße bisher bereits angeboten wurden, werden bald im neuen, modernen Umfeld zur Verfügung stehen, was für viele eine sehr willkommene Neuigkeit ist.

Sehen wir gespannt auf den 3. August – dann wird Brandenburgs Zukunft in der Zahnmedizin offiziell eingeläutet.