Brandenburgs Gesundheitsversorgung: Neue Lösungen für die Zukunft!
Am 24. Juni 2026 unterzeichneten die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH (MHB) eine bedeutende Kooperationsvereinbarung, die die Zukunft der medizinischen Ausbildung in Brandenburg entscheidend beeinflussen soll. Ziel dieser Partnerschaft ist es, den Ärztenachwuchs im Land gezielt auszubilden, zu halten und gleichzeitig neue Lösungsansätze für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit ist besonders wichtig angesichts des anhaltenden Ärztemangels, der die ländlichen Regionen Brandenburgs stark betrifft.
Die Abkommen legt den Schwerpunkt auf mehrere Kernbereiche, darunter Forschung, Lehre, Digitalisierung und Nachwuchsförderung. Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey von der MUL – CT hebt die Notwendigkeit hervor, nicht nur gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte hervorzubringen, sondern auch regionale Netzwerke zu schaffen, die eine optimale Versorgung sicherstellen. Besonders die Allgemeinmedizin wird in den Fokus genommen, um die Weiterbildung von Hausärztinnen und Hausärzten zu stärken.
Herausforderungen und geplante Maßnahmen
Brandenburg sieht sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Der demografische Wandel, gekennzeichnet durch eine steigende Lebenserwartung und eine sinkende Geburtenrate, erhöht den Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erheblich. Dies wirkt sich direkt auf die hausärztliche Versorgung, insbesondere in ländlichen Gebieten, aus vdek.com.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, planen die beiden Hochschulen mehrere Maßnahmen. Dazu zählen die Abstimmung der Lehrangebote, die gemeinsame Nutzung von Ausbildungsstrukturen sowie die Etablierung gemeinsamer Lehrpraxen und Lehrkrankenhäuser. Durch die geplanten Forschungsprojekte sollen wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis Umsetzung finden und innovative Versorgungsansätze entwickelt werden.
Prof. Dr. Dr. Hans-Uwe Simon von der MHB betont, dass die Hochschule als erste medizinische Fakultät Brandenburgs im Jahr 2014 gegründet wurde und sich auf praxisnahe Ausbildung konzentriert. Mit rund 1.000 Studierenden und neu vergebenem Promotions- sowie Habilitationsrecht hat sich die MHB einen soliden Platz im Bildungssektor erarbeitet. Das MUL – CT wurde am 1. Juli 2024 gegründet und ist die erste staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs, die bis 2038 mit 3,7 Milliarden Euro gefördert wird.
Fokus auf die medizinische Ausbildung und Forschung
Um diesen positiven Trend fortzusetzen, wird im Wintersemester 2026/2027 ein neuer Modellstudiengang in Humanmedizin mit 36 Studierenden starten. Dieser zieht auch die Brandenburgische Technische Universität in die Lehre ein, um Grundlagenfächer gemeinsam anzubieten. Des Weiteren sind ab 2028 Pflege-Masterstudiengänge geplant, die die Ausbildung in der Pflege weiter verbessern sollen.
Das Gesundheitswesen in Brandenburg ist insgesamt ein komplexes System, das durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Statistiken zu Arztdichte, Anzahl der Arztsitze und Kosten zeigen, wie disparate Aspekte der Gesundheitsversorgung miteinander interagieren. Insbesondere die ambulante Versorgung, die niedergelassene Ärzte und Zahnärzte umfasst, und die stationäre Versorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Datensammlung, die 2024 zur Verfügung steht, ermöglicht einen umfassenden Überblick über Basisdaten und Entwicklungen in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die neue Kooperation zwischen MUL – CT und MHB einen vielversprechenden Schritt in die richtige Richtung darstellt. Sie hat das Potenzial, nicht nur die medizinische Ausbildung zu revolutionieren, sondern auch langfristig die Gesundheitsversorgung in Brandenburg zu verbessern.
