Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 findet an der Constructor University in Bremen eine internationale Konferenz über die Mathematik der Quantenmechanik statt. Die Veranstaltung markiert den Abschluss eines bedeutenden deutsch-französischen Forschungsprojekts und zieht über 50 Forschende aus Europa und Nordamerika an. Mit einem umfangreichen Programm von 21 Vorträgen und 15 Posterpräsentationen steht die Konferenz im Zeichen der Förderung internationaler Forschung und Kooperation in den Quantentechnologien.

Professor Sir Konstantin Novoselov, Präsident der Universität, wird die Keynote mit dem Titel „Effective Approximation and Dynamics of Many-Body Quantum Systems“ halten. Der Fokus der Konferenz liegt auf theoretischen Aspekten wie der Dynamik von Bose- und Fermi-Gasen sowie der Ableitung effektiver Gleichungen. Relevante Forschungsfelder umfassen nicht nur Quantencomputing, sondern auch Materialwissenschaften und Supraleitung.

Organisation und Unterstützung

Die Konferenz wird von Professor Dr. Sören Petrat,
Associate Professor für Mathematik, organisiert und erhält Unterstützung von bedeutenden Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der International Association of Mathematical Physics (IAMP) und dem Industriesponsor Jane Street. David Rosenblum, Vice President of Research, hebt den Fokus der Konferenz auf die Weiterentwicklung der Quantenmechanik hervor.

Um die kulturelle Vielfalt Bremens darzustellen, sind zusätzliche Aktivitäten geplant. Dazu zählt eine Bootsfahrt auf der Weser sowie Eindrücke vom Kulturfestival Breminale. Ein öffentlicher Vortrag von Professor Volker Bach über Carl Friedrich Gauß soll das ansonsten akademische Programm bereichern. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind durchweg positiv, mit einem klaren Ziel: den internationalen Ruf der Constructor University zu verbessern.

Quantenforschung im Kontext

Die Bedeutung der Quantenmechanik erstreckt sich über die Grenzen der reinen Forschung hinaus. Laut der Pro-Physik ermöglicht sie sogar die Entstehung des Universums aus dem Nichts. Quantenprozesse könnten eine entscheidende Rolle beim Verständnis der Inflation des Universums spielen. Diese physikalischen Phänomene sind nicht nur von theoretischem Interesse; sie bieten auch wertvolle Ansätze für moderne Lehrpläne, die Quantenphänomene und ihre Anwendungen in den Physikunterricht integrieren.

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Die Entwicklungen im Bereich Quantencomputing, die kürzlich mit dem Nobelpreis für Physik 2025 anerkannt wurden, zeigen, wie weitreichend die Anwendungen dieser Technologien bereits sind. Aktuelle Projekte wie die Quanten-Fackel, die durch Europa reist, um die Forschung sichtbar zu machen, und Initiativen zur Förderung des Wissenstransfers bestätigen das wachsende Interesse an diesem Bereich. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der Kombination von Quantencomputing und High Performance Computing, wie es beim Fraunhofer ITWM in Rheinland-Pfalz der Fall ist.

Hier wird unter anderem an der Entwicklung von Algorithmen und Softwarelösungen gearbeitet, die Beispiele für die praxisnahe Anwendung der Quantenmechanik bieten. Weiterbildungskurse seit 2021 richten sich an unterschiedliche Fachkräfte, die den Einstieg in die Quantenwelt suchen, und behandeln fundamentale Konzepte wie Superposition und Quantenfehlerkorrektur.

Insgesamt spiegelt die Konferenz an der Constructor University die dynamische und interdisziplinäre Natur der aktuellen Quantenforschung wider. Sie ist ein Schritt in Richtung einer besseren Integration von Quantenwissenschaften in unsere Gesellschaft und Bildung.