Am 16. Juli 2026 ging der Justus-Liebig-Moot Court an der Justus-Liebig-Universität Gießen in die 15. Runde. Erstmals nahm in dieser Auflage ein Team der Bucerius Law School aus Hamburg an dem renommierten Wettbewerb teil. Der Moot Court, der seit 2011 ausgetragen wird, richtet sich an Jurastudierende ab dem vierten Semester und bietet ihnen die Möglichkeit, in die Rollen von Klägern und Beklagten zu schlüpfen und fiktive zivilrechtliche Fälle vor Gericht zu vertreten. Law-School.de berichtet, dass die Teilnehmer in diesem Jahr die Klärung eines komplexen Falls über eine manipulierte Autovermietung zu bewältigen hatten.

In dem strittigen Fall hatte ein Kunde einen Porsche Taycan zu einem unangemessen niedrigen Preis gemietet und das Fahrzeug anschließend mit Schäden zurückgegeben. Die Studierenden der Bucerius Law School, Milan Kohlhaase und Jakob Große-Eggebrecht, liefen zu Hochform auf und vertraten die Autovermietung erfolgreich als Kläger. Innerhalb von zwei Monaten bereiteten sie ihren Schriftsatz vor, was die Grundlage für ihr letztendlich erfolgreiches Auftreten im Wettbewerb darstellte.

Vom Schriftsatz zum Finale

Von den insgesamt teilnehmenden Teams schafften es acht, die besten Schriftsätze zu verfassen und sich für die mündlichen Verhandlungen zu qualifizieren. Uni-Heute.de vermeldet, dass im Halbfinale neue Sachverhalte präsentiert wurden, die mit Allgemeinem Vertragsrecht (AGB-Recht) in Verbindung standen. Hierbei ging es um Kautionsrückforderungen sowie um die Frage nach der Nutzungsentschädigung, welche die autovermietende Gesellschaft zur Sprache brachte.

Im Finale stand dann ein neuer Fall an, der sich um einen Unfall mit einem schlecht gewarteten Mietwagen drehte, wobei die Haftungsbegrenzung in den AGB der Autovermietung zur zentralen Streitfrage wurde. Die Jury, bestehend aus Thomas Offenloch, Tanja V. Pfitzner und Professor Dr. Martin Gutzeit, zelebrierte die Leistungen der Teams, wobei das Bucerius-Team nach intensiver Beratung letztlich als Sieger verkündet wurde. Dies stellte den ersten Triumph der Bucerius Law School bei ihrer ersten Teilnahme an diesem Moot Court dar.

Begleitet von Juniorprofessorin Dr. Lisa Guntermann, konnte das Team nicht nur ihre juristischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch wertvolle Praxiserfahrungen sammeln. Moot Courts wie dieser bieten Studierenden nicht nur die Chance, ihre Kenntnisse im juristischen Bereich zu vertiefen, sondern auch Fähigkeiten in Rhetorik und wissenschaftlichem Arbeiten zu entwickeln, wie die Universität Frankfurt erklärt. Diese Wettbewerbe können erheblich zur Karriereentwicklung junger Juristen beitragen.

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Indem solche Veranstaltungen anrenommene Universitäten und Jurafakultäten zusammenbringen, fördern sie ein wichtiges Netzwerk innerhalb des juristischen Umfelds und bieten den Studierenden die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen und Kontakte zu knüpfen.