Chemnitzer Studierende entwickeln interaktive MINT-Exponate für Kinder
Im Sommersemester 2026 entwickeln Lehramtsstudierende der TU Chemnitz vier innovative mathematische MINT-Exponate. Diese Initiative ist Teil eines umfassenden Projekts, das sich auf die Förderung von Kindern in den Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) konzentriert. Ziel ist es, mathematisches Wissen durch interaktive Exponate erfahrbar zu machen und so das Interesse an diesen Themen zu steigern.
Das Seminar zur Didaktik der Angewandten Mathematik für die Grundschule wird von Dr. Andreas Kirsche geleitet und steht im Rahmen einer Kooperation mit der Lern- und Erlebniswelt Phänomenia in Stollberg. Diese Zusammenarbeit wird durch das BMBF-geförderte Projekt MINT-Fit unterstützt. Die Studierenden haben die Möglichkeit, die vorhandenen MINT-Exponate in Phänomenia zu besichtigen, um wertvolle Einblicke in die Museumspädagogik zu gewinnen.
Fokus auf Mathematik und Didaktik
Die entwickelten Exponate orientieren sich an den curricularen Leitideen „Größen und Messen“, „Zahl und Operation“ sowie „Raum und Form“. Die Vorstellung der Exponate fand am 10. Juli 2026 in der Lernwerkstatt statt, wo unter anderem die Seminarleitung und weitere Teilnehmer wie Prof. Dr. Birgit Brandt und Doris Bradler anwesend waren. Das Konzept des Seminars basiert auf dem konstruktivistischen Dreischritt von Reiche, der die Phasen Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion umfasst. Hierbei geht es darum, individuelles und gemeinsames Lernen zu fördern.
Die Mitarbeiterinnen von Phänomenia äußerten sich positiv zu den Arbeiten der Studierenden und signalisierten Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. Dies unterstreicht die Bedeutung solcher interaktiven Bildungsangebote, die nicht nur die MINT-Kompetenzen stärken, sondern auch das Engagement der Studierenden in der praktischen Umsetzung fördern.
MINT im Alltag entdecken
Das Bildungsangebot MINT ist überall thematisiert alle vier MINT-Disziplinen und richtet sich an Kinder in Kitas, Horten und Grundschulen. Es fördert das Entdecken und Forschen im Alltag der Kinder. Dabei werden alltägliche Aktivitäten wie Buddeln, Händewaschen und Tischdecken als Lerngelegenheiten betrachtet, um die MINT-Kompetenzen frühzeitig zu entwickeln.
Das Angebot stellt vielfältige Materialien bereit, um die Gestaltung von Lernsituationen zu unterstützen. Dies ist besonders wichtig, um das Interesse der Kinder an diesen Themen zu wecken und sie zum Forschen und Erforschen anzuregen. Anregungen zur Entwicklung von Lernsituationen basieren auf den Beobachtungen und Fragen der Kinder selbst, was den Lernprozess individuell gestaltet.
Didaktik als Schlüssel
Die effektive Vermittlung von MINT-Themen erfordert ein starkes pädagogisches und didaktisches Fundament. MINT Campus betont die Notwendigkeit zielgruppenorientierter Ansätze, um die komplexen Inhalte Anschaulich zu kommunizieren. Die Sammlung von eigenen und externen Lernangeboten zu MINT-Themen umfasst unter anderem fächerübergreifende Kreativprojekte und praxisnahe Erklärungen von Forschungsprozessen.
Besonders wichtig sind methodische Ansätze wie die Visualisierung von MINT-Inhalten, die den Lernenden helfen, diese komplexen Themen besser zu verstehen. Eine Vielzahl von empfohlenen Lernangeboten zur MINT-Didaktik, einschließlich Onlinekursen für Pädagog:innen, trägt dazu bei, das Wissen über Klimawandel und nachhaltige Entwicklung zu verbreiten und MINT-Bildung interessant und zugänglich zu machen.
Die Vorbereitungen der Studierenden und das Engagement von Partnerinstitutionen tragen entscheidend dazu bei, dass MINT-Bildung spannend und beeindruckend präsentiert wird. Dies schafft nicht nur bessere Lernbedingungen, sondern auch eine fundierte Basis für die zukünftige Generation von MINT-Enthusiasten.
