Die anhaltenden Konflikte und die aktuelle gesellschaftliche Situation in Deutschland sind Themen, die nicht nur akademische Diskussionen erfordern, sondern auch kreative Ausdrucksformen finden müssen. Deshalb wird an der Universität Konstanz die Ausstellung „WIE GEHT ES DIR? ZeichnerInnen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ präsentiert. Diese findet vom 13. Mai bis 10. Juni 2026 in der Bibliothek der Universität statt. Sie gibt einem breiten Publikum die Möglichkeit, die Stimme der Kunst zu hören und gesellschaftliche Spannungen visuell nachzuvollziehen.
Im Rahmen dieser Ausstellung werden insgesamt 60 Comics von 48 deutschen Comic-KünstlerInnen gezeigt. Die Arbeiten basieren auf Gesprächen mit Menschen, die direkt vom Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 und der darauf folgenden humanitären Katastrophe in Gaza betroffen sind. Die Initiatoren der Ausstellung verfolgen das Ziel, ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus zu setzen und die Sprachlosigkeit in der Gesellschaft zu überwinden. uni-konstanz.de berichtet, dass die Comics verschiedene Perspektiven vermitteln und dazu anregen, gemeinsam Mitgefühl zu entwickeln.
Vernissage und Rahmenprogramm
Die Eröffnungsfeier findet am 13. Mai 2026 von 16:00 bis 19:00 Uhr statt. Die Veranstaltung wird durch die Rektorin der Universität Konstanz, Prof. Dr. Katharina Holzinger, sowie Annette Goerlich von der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V. eröffnet. Die Künstlerin Julia Kleinbeck, die wichtige Rollen in der Initiierung des Projektes spielte, wird die Ausstellung vorstellen und durch die Werke führen. Nach der Eröffnung lädt das Bib-Café zu einem Apéro mit Getränken und Snacks ein.
Zusätzlich zur Ausstellung sind verschiedene Veranstaltungen geplant, um den Austausch und das Verständnis zu fördern. Am 22. Mai 2026 findet ein Trialoge-Gespräch statt, das sich mit aktuellen Themen in der Gesellschaft auseinandersetzt. Auch eine Fortbildung zu Ambiguitätstoleranz für Mitarbeitende wird am 28. Mai 2026 angeboten. Für den Abschluss der Ausstellung ist eine Finissage in Planung, deren Details jedoch noch nicht bekannt sind. petrakellystiftung.de nennt die fortlaufende Zugänglichkeit der Ausstellung während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek.
Ein Dialog über aktuelle Themen
Die Comics zeigen nicht nur die Erlebnisse der Betroffenen, sondern thematisieren auch die wachsende Verunsicherung in Deutschland, jüdische Perspektiven sowie Muslimfeindlichkeit und Rassismus. Renommierte Akteure wie Jouanna Hassoun, Mirjam Wenzel und Burak Yilmaz beleuchten die schwierigsten Fragen der Gesellschaft. Der kreative Prozess wird durch prominente ZeichnerInnen wie Barbara Yelin und Elke Renate Steiner unterstützt, die Gespräche über wichtige Themen in ihre Kunst übersetzen. jmrd.de hebt hervor, dass das Projekt auch darauf abzielt, politische und soziale Spannungen zu thematisieren, um eine Kultur des Dialogs aufzubauen.
Insgesamt stellt die Ausstellung „WIE GEHT ES DIR?“ eine wichtige Plattform zur Diskussion gesellschaftlicher Herausforderungen dar und lädt dazu ein, sich mit den wechselhaften Narrativen von Betroffenen auseinanderzusetzen. Sie möchte dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und einen Raum zu schaffen, in dem Empathie und Dialog im Vordergrund stehen.