Am 23. Juli 2026 wurde Dr. Maria Worf, Geschäftsführerin des Zentrums für Fremdsprachen der TU Chemnitz, in den Vorstand des Arbeitskreises der Sprachenzentren an Hochschulen e. V. (AKS) gewählt. Der AKS ist der zentrale Fachverband der Sprachenzentren im deutschsprachigen Raum und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den fachlichen Austausch zu Themen wie Fremdsprachenausbildung, Mehrsprachigkeit und Sprachenpolitik zu fördern.

Dr. Worf wird im Vorstand des AKS für Finanz- und Haushaltsfragen zuständig sein. Ihre Wahl ist ein bedeutender Schritt, um die Rolle der Sprachenzentren als strategische Partner in Bereichen wie Internationalisierung und beruflicher Qualifizierung zu stärken. Dies wird auch der Sichtbarkeit der TU Chemnitz binnen des Netzwerks der Hochschulsprachenzentren zugutekommen.

Rolle der Sprachenzentren

Das Zentrum für Fremdsprachen der TU Chemnitz bringt umfassende Erfahrungen in der curricularen Sprachenausbildung und der studienbegleitenden Deutschförderung mit. Mit 164 institutionellen Mitgliedern aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz, ist der AKS ein bedeutendes Gremium, das Qualitätssicherung in der Sprachlehre vorantreibt.

In Zeiten, in denen Hochschulen sich zunehmend international ausrichten, ist die Sprachenfrage von zentraler Bedeutung. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat deshalb die „Helsinki Initiative on Multilingualism“ unterzeichnet. Diese Initiative zielt darauf ab, Mehrsprachigkeit in der wissenschaftlichen Kommunikation zu fördern und somit sowohl den Erhalt des Deutschen als Wissenschaftssprache als auch den Erwerb anderer Sprachen zu unterstützen.

Strategische Sprachenpolitik

Die HRK empfiehlt Hochschulen die Entwicklung einer institutionsspezifischen Sprachenpolitik. Diese sollte zahlreiche Aspekte umfassen, darunter die sprachliche Qualifizierung der Studierenden sowie die Herausforderungen und Erfolge, die sich aus der Umsetzung dieser Politiken ergeben.

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  • Die Publikation „Institutionelle Sprachenpolitik an Hochschulen – Fortschritte und Herausforderungen“ bietet Einblicke aus einem HRK-Workshop im Januar 2018.
  • Das Manual zu Mehrsprachigkeit in Studium und Lehre stellt zehn Studiengänge mit fremdsprachiger Lehre vor.
  • Eine Umfrage von HRK zur Umsetzung der Empfehlungen zur Sprachenpolitik an deutschen Hochschulen wurde bereits 2017 durchgeführt.

Zusätzlich wird betont, dass Hochschulen zunehmend auf Personal, Sprachenforschung, Sprachenzentren und Übersetzungsdienste angewiesen sind, um den eigenen internationalen Standards gerecht zu werden. Der AKS sowie die HRK setzen sich gemeinsam dafür ein, die Mehrsprachigkeit an Hochschulen voranzubringen und somit einen bedeutenden Beitrag zur globalen wissenschaftlichen Kommunikation zu leisten.