Dresdner Künstler gewinnt Kunstwettbewerb für TU Chemnitz!
Der Wettbewerb um die Kunst am Bau für einen Neubau an der Technischen Universität Chemnitz hat seinen Höhepunkt erreicht. Wie die Technische Universität Chemnitz berichtet, hat der Künstler Tobias Stengel aus Dresden den Zuschlag für die künstlerische Gestaltung einer Wand im Foyer des neuen Institutsgebäudes für Chemie erhalten. Sein Kunstwerk mit dem Titel „CLOUD“ wird eine beeindruckende Wandfläche im neuen Gebäude ausfüllen.
Stengels Design zeichnet sich durch wolkenartige Strukturen aus, die zwischen dem Nano- und Makrokosmos variieren. Die Fertigstellung des Kunstwerks ist in Verbindung mit dem zukunftsträchtigen Neubau für das Jahr 2029 geplant. Für die Umsetzung wird der Freistaat Sachsen ein Budget von 125.000 Euro bereitstellen.
Kunst am Bau und der Auswahlprozess
Der Wettbewerb, welcher vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) organisiert wurde, umfasste die Teilnahme von 24 angehenden Künstlern. Davon wurden acht für die engere Auswahl ausgewählt. Eine fachkundige Jury, bestehend aus Vertretern der Universität, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, des SIB sowie von CODE UNIQUE Architekten und zwei Künstlerinnen des Landesverbands Bildende Kunst Sachsen e. V., entschied schließlich über den Sieger.
Im Rahmen des Wettbewerbs wird eine Ausstellung der eingereichten Beiträge vom 24. Juni bis 10. Juli 2026 im Foyer des Zentralen Hörsaal- und Seminargebäudes stattfinden, um die Vielfalt der kreativen Ideen zu präsentieren.
Neubau des Instituts für Chemie
Das neue Institutsgebäude wird auf dem Campus an der Reichenhainer Straße entstehen und ersetzt die bisherigen Räumlichkeiten im historischen Böttcher-Bau. Der gesamte Bau wird mit Kosten von 135 Millionen Euro veranschlagt, wobei sowohl EU-Mittel als auch Steuergelder zur Finanzierung herangezogen werden. Das Gebäude wird über eine Hauptnutzfläche von etwa 8.900 Quadratmetern verfügen und zeichnet sich durch moderne Lehr-, Labor- und Forschungsflächen aus.
Der Neubau soll die Wissenschaftler und Studierenden in einem nachhaltigen Umfeld unterstützen, das sowohl innovative Lehrmethoden als auch praktische Erfahrungen in der Forschung beherbergt. Ein lichtdurchflutetes Atrium wird zentrale Anlaufstelle des Gebäudes sein und es sind verschiedene Lehr- und Praktikumsräume vorgesehen. Zudem wird ein Schülerlabor eingerichtet, das jungen Forscherinnen und Forschern Einblicke in die chemischen Wissenschaften ermöglicht.
Die gesamte Initiative zielt darauf ab, den Wissenstransfer zwischen der Universität, der Industrie und der Gesellschaft zu fördern und die Ausbildung künftiger Fachkräfte in einem modernen und inspirierenden Umfeld zu unterstützen. Damit wird die TU Chemnitz ihrer Vision gerecht, die Lehre und Forschung auf internationale Standards zu heben und studentisches Lernen aktiv zu gestalten.
