Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat einen bedeutenden Zuschuss von über 11 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ihren neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 1774 mit dem Titel „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“ erhalten. Dieses Projekt untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, welche global zu den Hauptursachen für Morbidität und Mortalität zählen. Die Förderung wird zunächst über eine Laufzeit von knapp vier Jahren bereitgestellt. Projektpartner sind das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), das Deutsche Diabetes Zentrum (DDZ) sowie renommierte Universitäten in München, Münster und Tübingen, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Bereich verdeutlicht. Die Sprecherin des SFB 1774, Prof. Dr. Maria Grandoch, leitet das Institut für Translationale Pharmakologie und will mit ihrem Team molekulare Faktoren und Zellinteraktionen identifizieren, die Entzündungen sowie Stoffwechselstörungen bei Diabetes erklären können. Diese Forschung zielt darauf ab, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.
Zusätzlich zur Förderung des SFB 1774 wird auch der bestehende SFB/TRR 341 „Ökologische Genetik der Pflanzen“ weiter unterstützt. Dieses Projekt, das unter der Leitung von Prof. Dr. Juliette de Meaux von der Universität zu Köln steht, untersucht die genetischen Grundlagen für das Überleben und die Anpassung von Pflanzen an ökologische Herausforderungen. Der Co-Sprecher in Düsseldorf, Prof. Dr. Korbinian Schneeberger, ergänzt, dass das Fördervolumen für den TRR 341 etwa 12 Millionen Euro beträgt und ebenfalls über vier Jahre zur Verfügung steht. Unter anderem werden in diesem Rahmen Projekte zur Photosynthese, Wildgerste und zur Anpassung an Trockenheit erforscht. Zudem wird ein neuer Modellorganismus, der Rübsen (Brassica rapa), eingeführt. Ein Bürgerprojekt mit dem Titel „PUKI“ ermöglicht es Bürgern, Pflanzen zu identifizieren und zu dokumentieren.
Neue Strukturen in der Forschung
Im Kontext der DFG wurde bekannt gegeben, dass ab Oktober 2026 13 neue Sonderforschungsbereiche initiiert werden, die insgesamt rund 170 Millionen Euro an Fördermittel erhalten. Diese Mittel beinhalten auch eine Programmpauschale von 22% für indirekte Projektausgaben. Die neuen SFB umfassen Themen wie „Polymermechanochemie“, „Bewohnbarkeit als grundlegender planetarischer Prozess“ und „Frühe Tumordynamik in der Melanomtherapie“. Die DFG fördert somit die internationale Vernetzung und Kooperation von Wissenschaftlern, um die Forschung auf ein höheres Niveau zu heben. Diese grenzüberschreitenden Kooperationen sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschung im internationalen Kontext.
Die DFG hat auch die Verlängerung von 25 bestehenden Sonderforschungsbereichen beschlossen, darunter mehrere SFB/Transregio, die durch die Zusammenarbeit verschiedener Hochschulen gekennzeichnet sind. Deren wissenschaftliche Exzellenz und spezifische thematische Ausrichtung tragen zur Stärkung der Forschungslandschaft in Deutschland bei. Weitere Informationen zu den neuen und verlängerten SFB sind in der DFG-Internetdatenbank GEPRIS zugänglich.
Insgesamt zeigt die Förderung dieser Projekte, wie wichtig die interdisziplinäre und internationale Forschung ist, um komplexe wissenschaftliche Fragestellungen anzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln. Diese Entwicklungen am SFB der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind ein bedeutender Schritt in der Erforschung von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie in der ökologischen Genetik der Pflanzen.