Am 20. April 2026 fand die Stipendienfeier des Deutschlandstipendiums an der Medizinischen Hochschule Hannover statt. Dr. Hans Martin Wollenberg, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen des Marburger Bundes, gratulierte den Stipendiat:innen und betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts für die Gesellschaft. Er finanziert seit 2019 jährlich ein Stipendium und ist selbst seit elf Jahren beim Marburger Bund engagiert, sowie seit zehn Jahren bei der Ärztekammer Niedersachsen. Wollenberg kennt die Herausforderungen des Ehrenamts und weiß, wie viel Aufwand es erfordert, insbesondere während des Studiums.
Er betonte, dass der Marburger Bund auf den ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder angewiesen ist und dass das Deutschlandstipendium eine Möglichkeit darstellt, um das gesellschaftliche Engagement der kommenden Generation zu würdigen und etwas zurückzugeben.
Ehrenamtliches Engagement als Herzensangelegenheit
Ein herausragendes Beispiel für Engagement ist Herr Ohland, ein 25-jähriger Medizinstudent im 10. Semester. Er hat sein Abitur in Cuxhaven abgelegt und ist für sein Studium durch mehrere Bundesländer gezogen, darunter Hessen und Brandenburg. Sein Interesse an der Medizin wurde durch das Deutsche Rote Kreuz geweckt. Seit 2020 engagiert sich Ohland bei den Johannitern in Hannover im Krankentransport, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, besonders während der Corona-Pandemie. Für ihn ist das Ehrenamt eine Herzensangelegenheit, die ihm Lebensqualität verleiht. Zudem sieht er das Deutschlandstipendium als Anerkennung seines Engagements.
Ohland ist seit 2019 Mitglied beim Marburger Bund Niedersachsen, um während seines Studiums Rückhalt zu haben. Die Mitgliedschaft bietet ihm Vorteile wie Versicherungen und kompetente Ansprechpartner. Er schätzt den Einsatz des Marburger Bundes für Gleichberechtigung und faire Arbeitsbedingungen für Mediziner:innen.
Vielseitige Engagements im Medizinstudium
Ein weiteres Beispiel ist Patrick Schenk, ein 23-jähriger Medizinstudent aus Augsburg, der an der Universität Ulm studiert. Neben seinem Studium arbeitet er als Pflegehelfer und betreut Orthopädie- und Rheumapatienten. Schenk engagiert sich außerdem ehrenamtlich beim Arbeiter-Samariter-Bund, wo er Menschen mit schweren Behinderungen unterstützt. In seiner Freizeit spielt er dreimal pro Woche Inline-Skaterhockey und ist Torwart in einer Mannschaft, die 2011 Deutscher Meister wurde.
Das Deutschlandstipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat ermöglicht es ihm, weniger zu arbeiten und mehr Zeit für seine sozialen und sportlichen Aktivitäten zu haben. Schenk wurde auf das Stipendium durch einen Aushang an seiner Universität aufmerksam. Er erkannte, dass neben den Noten auch das soziale Engagement für die Vergabe berücksichtigt wird, was seine Sicht auf das Ehrenamt zusätzlich bereichert.
Der Förderer seines Stipendiums ist das Universitäts- und Rehabilitationsklinikum Ulm, wo er hofft, eines Tages seine Doktorarbeit zu schreiben. Das Klinikum ist bekannt für seine Spezialisierung auf Sportpsychologie und Orthopädie und passt somit hervorragend zu seinen beruflichen Ambitionen.
Das Deutschlandstipendium und die Stipendienfeier in Hannover sind nicht nur eine Anerkennung für die herausragenden Leistungen der Stipendiat:innen, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in der heutigen Gesellschaft. Wie MHH berichtet, ist es wichtig, solche Initiativen zu fördern, um die Verantwortung und den Einsatz der nächsten Generation zu unterstützen. Dies wird besonders von Persönlichkeiten wie Dr. Wollenberg hervorgehoben, die sich unermüdlich für junge Talente und deren gesellschaftliches Engagement einsetzen.