Am 8. Juni 2026 feiert das Erasmus+ Austauschprogramm einen bedeutenden Meilenstein: Über eine Million Studierende deutscher Hochschulen wurden seit der Einführung 1987 ins Ausland entsendet. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit (NA DAAD) die Aktionswoche „One in One Million“ ins Leben gerufen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) beteiligt sich aktiv an dieser Initiative und hebt ihre Rolle als langjähriger Partner des Programms hervor, das sie mehrfach mit dem Erasmus-Qualitätssiegel E-Quality ausgezeichnet hat.

Clemens Max Einig, ein Student der JGU, vertritt die Universität in der Jubiläumsaktion und hat ein Erasmus+ Semester an der Universität Pécs in Ungarn absolviert. Seine Anreise wurde durch das Green-Travel-Programm von Erasmus+ gefördert. In den letzten zehn Jahren hat die JGU rund 10.000 Studierende im Rahmen des Programms unterstützt, wobei die beliebtesten Zielländer Frankreich, Spanien, Italien, das Vereinigte Königreich und Schweden sind.

Studierendenmobilität und Programmauswirkungen

Insgesamt plant die JGU für das akademische Jahr 2026/2027, über 770 Studierende zu einem Erasmus+ Auslandsstudienaufenthalt zu entsenden, während etwa 150 Bewerbungen für Erasmus+ Praktikumsstipendien erwartet werden. Der JGU stehen für dieses bevorstehende Jahr über drei Millionen Euro zur Verfügung, um die Studierendenmobilität zu fördern. Das Programm hat in Deutschland über 17 Millionen Teilnehmer seit 1987 verzeichnet, davon 1.000.000 entsendete Erasmus-Studierende. Im Jahr 2025 wurden 62.000 Studierende ins Ausland gefördert.

Eine Studie der DAAD zeigt, dass über 350.000 geförderte Auslandsaufenthalte in Deutschland stattfinden konnten. Die Zufriedenheit der Teilnehmenden liegt bei über 90 Prozent, was die nachhaltige Bedeutung des Programms für die akademische Mobilität und die Förderung des europäischen Austausches unterstreicht. Besonders Alumni berichten von einer verbesserten interkulturellen Kompetenz und erhöhter Beschäftigungsfähigkeit.

Breit gefächerte Unterstützung für Studierende und Lehrende

Das Erasmus+ Programm fördert nicht nur Studierende, sondern auch Lehrende und Hochschulpersonal. Diese können im Ausland lehren oder sich fortbilden. Die Mobilitätsaktion im Bereich der Hochschulbildung umfasst eine Vielzahl von Möglichkeiten, etwa physische und gemischte Mobilität in unterschiedlichen Studienfächern und -zyklen. Studierende haben die Gelegenheit, an Partner-Hochschuleinrichtungen im Ausland zu studieren oder Praktika in Unternehmen zu absolvieren.

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Insgesamt bieten die Programme eine flexible Dauer der physischen Mobilität, um allen Studierenden, auch jenen mit eingeschränkten Möglichkeiten, den Zugang zu erleichtern. Die Erasmus-Programmbroschüre beschreibt das Angebot von studienbegleitenden Praktika und gemischten Intensivprogrammen, die darauf abzielen, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende zu erweitern.

Ab 2027 wird auch das Vereinigte Königreich am Programm teilnehmen, welches derzeit 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen, Liechtenstein, die Türkei, Serbien und Nordmazedonien umfasst. Die JGU hat bilaterale Abkommen mit mehr als 400 europäischen Universitäten, was zeigt, wie eng die vernetzte akademische Gemeinschaft durch Erasmus+ ist.

Angesichts dieser Erfolge stellt Erasmus+ ein bedeutendes Instrument dar, um die europäische Mobilität und akademische Zusammenarbeit weiter zu stärken und zukünftige Generationen von Studierenden auf das Leben und Arbeiten in einer globalisierten Welt vorzubereiten.