Am 6. Juli 2026 wurde Dr. Diana Matut von der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen die Bezeichnung Honorarprofessorin verliehen. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr: Dr. Matut ist eine herausragende Expertin in den Bereichen Judaistik, Jiddistik und Musikwissenschaft. Sie leitet derzeit die Alte Synagoge – Haus Jüdischer Kultur in Essen und hat sich international einen Ruf für ihre Expertise in jüdischer Literatur- und Musikkultur, insbesondere in Bezug auf jiddische Lied- und Texttraditionen, erarbeitet.

Die offizielle Verleihung findet am Donnerstag, dem 9. Juli, um 16 Uhr auf dem Campus Essen statt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wird Dr. Matut ihre öffentliche Antrittsvorlesung halten, die das Thema „Normativität und Transgression. Frauen und die jiddischen Liedkulturen der Frühen Neuzeit“ umfasst. Interessierte müssen sich bis zum 9. Juli um 12 Uhr unter info@alte-synagoge.essen.de anmelden, um teilnehmen zu können. Die Veranstaltung wird zudem mit einer musikalischen Begrüßung eingeleitet, gefolgt von Grußworten der Rektorin, Prof. Dr. Barbara Albert, und des Dekans, Prof. Dr. Dirk Hartmann, sowie der Laudatio von Prof. Dr. Susanne Zepp-Zwirner.

Bedeutung der Honorarprofessur

Die Honorarprofessur, die Dr. Matut erhält, ist nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern auch eine Stärkung der Forschung und Lehre zu jüdischer Kultur, Sprache und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Durch ihre Tätigkeit können Studierende von interdisziplinären Themen profitieren, die Aspekte wie jüdische Kulturgeschichte, jiddische Sprache und Literatur, jüdische Musik sowie Migration und Erinnerungskultur umfassen.

Besonders hervorzuheben ist ein gemeinsames Projekt von Dr. Matut und der UDE-Professorin Dr. Susanne Zepp-Zwirner. Es wird durch die Rothschild Foundation Hanadiv Europe gefördert und beschäftigt sich mit der jüdischen Kulturgeschichte Lateinamerikas. Dabei werden jüdische Literatur, Musik und künstlerische Ausdrucksformen in diesem Kontext untersucht. Diese Forschung trägt maßgeblich zur akademischen Auseinandersetzung mit jüdischen Themen in einem globalen Rahmen bei.

Akademische Perspektive in jüdischen Studien

Der Kontext dieser Auszeichnung wird auch durch die umfassenden Bildungsangebote der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg erweitert. Diese Institution bietet ein einzigartiges Lehrangebot, das verschiedene Teilfächer umfasst, darunter Philosophie, Talmud, Bibel, Geschichte, Literatur und Kunst. Zehn Professoren engagieren sich dort in der akademisch-theoretischen Beschäftigung mit jüdischen Themen und bieten gleichzeitig einen praktischen Bezug.

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Darüber hinaus fördert die Hochschule das interaktive Lernen durch Gottesdienste, Gebete und Talmudstudien, die von Hochschulrabbinern und Dozenten geleitet werden. Diese Aktivitäten finden im Bet Midrasch statt, einem Ort für Gebet und religiöses Studium. Die Bedeutung gemeinsamer jüdischer Feiertage wird ebenfalls hervorgehoben, da diese gemeinsam inhaltlich und liturgisch vorbereitet werden.

Abschließend zeigt die Berufung von Dr. Diana Matut als Honorarprofessorin, wie wichtig die Förderung jüdischer Geisteswissenschaften ist und welchen Einfluss sie auf die akademische Landschaft hat. Die Vernetzung zwischen verschiedenen Institutionen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind dabei entscheidende Elemente für eine vertiefte Auseinandersetzung mit jüdischer Kultur und Geschichte.