Am 22. Mai 2026 trafen sich Vertreter*innen der neun Partneruniversitäten der Europäischen Hochschulallianz NEOLAiA im schwedischen Örebro. Zu den Anwesenden gehörten auch Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple und Prorektorin Professorin Dr. Michaela Vogt von der Universität Bielefeld. Während des General Meetings wurde ein bedeutendes Abkommen für einen neuen gemeinsamen Studiengang unterzeichnet, was einen weiteren Schritt in der internationalen Zusammenarbeit markiert.
Im Rahmen der Versammlung diskutierten die Delegierten über Erfolge und Erfahrungen aus der laufenden Projektphase sowie über die Prioritäten für die zukünftige Entwicklung der Allianz. Zudem fanden Workshops der internationalen Arbeitsgemeinschaft statt, die sich auf eine gemeinsame Reflexion der Entwicklungen konzentrierten. Åke Ingerman und Dimitri Beeckman von der Universität Örebro präsentierten interessante Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in Lehre und Forschung.
Neue Studiengänge und innovative Programme
Ein herausragendes Ergebnis dieser Sitzung war die Unterzeichnung des neuen Masterstudiengangs „AI and Social Robotics applied to Global Health“, der in Zusammenarbeit zwischen der Universität Örebro, der Universität Suceava in Rumänien und der Universität Tours in Frankreich realisiert wird. Zudem wurde bereits im Februar ein Abkommen für den Masterstudiengang Inclusion Studies unterzeichnet, welcher ab dem Wintersemester 2027/2028 in Zusammenarbeit mit Partnern aus Ostrava (Tschechien) und Suceava (Rumänien) starten soll. Dieses Engagement verdeutlicht das Bestreben von NEOLAiA, innovative Programme zu entwickeln.
- Joint Bachelor in Science, Management and Politics in Global Health
- Start: akademisches Jahr 2026/2027
- Partneruniversitäten: Universität Salerno, Universität Jaén, Universität Nikosia, Šiauliai State University of Applied Sciences
- Inhalt: Interdisziplinäre Ausbildung im Bereich globale Gesundheit
- Multiple Master in Artificial Intelligence and Social Robotics applied to Global Health
- Start: akademisches Jahr 2026/2027
- Partneruniversitäten: Universitäten Tours, Örebro, Suceava, Jaén
- Inhalt: Ausbildung von Experten in der Anwendung von KI und sozialer Robotik im Gesundheitssektor
- Multiple Master in Inclusion Studies
- Start: akademisches Jahr 2027/2028
- Partneruniversitäten: Universitäten Suceava, Ostrava, Bielefeld
- Inhalt: Fokus auf Inklusion und Chancengleichheit in Bildung und Gesellschaft
NEOLAiA plant, eine grenzüberschreitende europäische Universität zu schaffen, welche die akademische Exzellenz ihrer Partneruniversitäten vereint. Dieses Ziel wird durch die Einführung dreier gemeinsamer Studiengänge in den kommenden akademischen Jahren weiterverfolgt. Die Programme sollen nicht nur einen internationalen Austausch fördern, sondern auch das europäische Bildungserlebnis stärken und innovativ gestalten.
Fokus auf europäische Zusammenarbeit
In einem breiteren Kontext steht die Woche der Europäischen Hochschulen, die am 5. Mai 2026 unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger begann. In insgesamt 18 Städten fanden rund 30 Veranstaltungen statt, um das Engagement deutscher Hochschulen im EU-Programm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung und Lehre hervorzuheben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt diese Initiative mit dem Ziel, mehr Sichtbarkeit für europäische Hochschulnetzwerke zu schaffen und den Austausch zwischen den Institutionen zu fördern.
Beschleunigt wird diese Entwicklung durch den Erfolg der Europäischen Hochschulallianzen, welche seit 2019 von der EU gefördert werden. Mit 51 deutschen Hochschulen, die in insgesamt 44 Allianzen aktiv sind, positionieren sie sich als Wegbereiter der EU-Initiative für moderne Bildung. Der DAAD fördert nicht nur die Sichtbarkeit dieser Hochschulen, sondern bietet auch Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützung für innovative Bildungsangebote an.
Für weitere Informationen zum General Meeting und zur Europäischen Hochschulallianz NEOLAiA sind Details auf der Webseite der Allianz verfügbar. Diese Entwicklungen, sowohl lokal als auch auf europäischer Ebene, zeichnen ein dynamisches Bild der akademischen Vernetzung und der Möglichkeiten, die sich aus internationaler Zusammenarbeit ergeben.