Forschungspreis 2026: Universität Erfurt begeistert mit innovativem Institut
Am 27. Juni 2026 wurde in Berlin der Preis „Bestes Forschungsumfeld 2026“ verliehen. Dieser von der Jungen Akademie und der VolkswagenStiftung initiierte Preis ehrt innovative und wertschätzende Forschungsstrukturen. Insgesamt fünf Gewinnerteams wurden aus einer Vielzahl von Bewerbungen prämiert, wobei jedes Team ein Preisgeld von 10.000 Euro erhält. Unter den Siegern befindet sich auch das Institute for Planetary Health Behaviour (IPB) der Universität Erfurt.
Die Jury wählte aus über 170 eingereichten Bewerbungen insgesamt 15 Teams aus, die durch ihre Arbeits- und Forschungsstrukturen überzeugen konnten. Dieser Auswahlprozess spiegelt den hohen Standard wider, den die Shortlist für Forschungsumfelder setzt, die durch Offenheit, transparente Zusammenarbeit und kreative Ansätze geprägt sind. Das IPB wurde für seine klare Mission und die interdisziplinäre Forschungsarbeit gewürdigt, die es mit acht Professuren und 41 Mitgliedern an den Tag legt.
Interdisziplinarität und Praxistransfer
Ein entscheidendes Merkmal des IPB ist die Verbindung von Forschung und praxisrelevantem Transfer. Interdisziplinäre Teams, Dialogformate und internationale Netzwerke sind Teil der Strategie, welche die Kooperationen fördert und dabei den Bezug zur praktischen Anwendung im Blick hat. Die frühzeitige Einbindung von Nachwuchswissenschaftler*innen ist ein weiterer Baustein in der Arbeit des Instituts, das auf eine wertschätzende Arbeitskultur setzt.
Prof. Dr. Cornelia Betsch, Direktorin des IPB, erklärte, dass sie stolz auf die Auszeichnung sei und hob die Initiative der Jungwissenschaftler*innen hervor. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein Meilenstein für das Institut, sondern auch eine Bestätigung für seine Aktivitäten im Bereich der Förderung gesundheits- und klimaschonenden Verhaltens.
Institut für klimagesundes Verhalten
Das IPB wurde am 2. Juni 2023 feierlich eröffnet und ist offiziell im Dezember 2022 gegründet worden. Auf seiner Agenda steht das Verständnis menschlichen Verhaltens zur Förderung der Gesundheit sowie der Schutz von Klima und Umwelt. Diese Forschung erfolgt aus einer interdisziplinären, sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Perspektive.
Studierende der Universität Erfurt haben zudem die Möglichkeit, einen Master in „Gesundheitskommunikation“ zu absolvieren, was die Bedeutung der Bildungsangebote im Bereich Planetary Health unterstreicht. Dieser Forschungsbereich untersucht die gesundheitlichen Folgen von menschlichen Eingriffen in die Natur und betont somit die Beziehung zwischen menschlicher Gesundheit und einer intakten Umwelt. Betsch bekräftigt, dass „unsere Gesundheit von einem gesunden Planeten abhängt“.
Die Auszeichnung des IPB als eines von fünf besten Forschungsumfeldern zeigt, dass das Institut erfolgreich auf die Herausforderungen reagiert, die durch den aktuellen Klimawandel und gesundheitliche Probleme auf globaler Ebene entstehen.
