Die Anmeldung für die Deutsche Physikerinnentagung 2026 ist nun eröffnet. Die Veranstaltung findet vom 28. bis 30. September in Kaiserslautern, an der RPTU Kaiserslautern-Landau, statt. Schirmherrin der Tagung ist die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Zielgruppe sind Physikerinnen aus Wissenschaft und Industrie, einschließlich Studentinnen, Promovierende, Professorinnen sowie Fach- und Führungskräfte. Die Konferenz wird sich auf zukunftsweisende Themen wie Quantentechnologien, Photonik und moderne Optik konzentrieren.

Ein zentrales Element der Tagung ist die Förderung von Karriereperspektiven und die Entwicklung von Soft Skills. Geplant ist zudem der GirlsGoPhysics-Tag, der speziell für Schülerinnen ab der 9. Klassenstufe konzipiert wurde. Hier können die jungen Teilnehmerinnen Workshops besuchen, Vorträge hören und Kontakte zu erfahrenen Physikerinnen knüpfen.

Veranstaltungsdetails

Die Teilnahme am GirlsGoPhysics-Tag ist kostenfrei, jedoch ist eine Online-Anmeldung für die gesamte Veranstaltung erforderlich. Frühbucher profitieren von speziellen Konditionen bis zum 1. Juni. Bei Fragen können sich Interessierte an die Organisatorische Ansprechpartnerin, Dr.-Ing. Aneta Daxinger, oder die Wissenschaftliche Ansprechpartnerin, Prof. Dr. Elke Neu-Ruffing, wenden. Anfragen sind per E-Mail an dpt2026@rptu.de zu richten.

Hintergrund und Bedeutung

Frauen in Deutschland verfügen über eine umfassende Ausbildung, jedoch sinkt ihr Anteil an Hochschulen mit steigender akademischer Karriereleiter, ein Phänomen, das als „Leaky Pipeline“ bekannt ist. 46% der Doktorandinnen, 36% der Habilitandinnen und nur 29% der Professorinnen waren im Kontext der aktuellen Daten sichtbar. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat das Ziel, diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken und die Gleichstellung zu fördern.

Das Professorinnenprogramm von Bund und Ländern ist ein zentrales Instrument, um die Gleichstellung in Hochschulen zu verbessern. Die vierte Programmphase, die 2023 gestartet wurde, wird bis 2030 mit einem Fördervolumen von 320 Millionen Euro fortgeführt. Weitere Initiativen wie das Kaskadenmodell, das bereits 2011 eingeführt wurde, sollen den Frauenanteil in wissenschaftlichen Karrierestufen erhöhen.

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Darüber hinaus ist Vielfalt in Wissenschaft und Forschung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Bedeutung. Das BMFTR unterstützt die Initiative „Vielfalt an deutschen Hochschulen“, die von 2022 bis 2024 reicht, sowie den Förderschwerpunkt „Innovative Frauen im Fokus“, um die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft und Innovation zu erhöhen.

Die Situation im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zeigt, dass der Frauenanteil 2022 bei 32,4% lag. Allerdings sind Frauen in Spitzenpositionen und bei Patentanmeldungen, die 2022 nur 7,6% ausmachten, weiterhin unterrepräsentiert. Das BMFTR kümmert sich um die Erhöhung der Repräsentanz von Frauen in MINT und hat die Förderrichtlinie „MissionMINT“ initiiert, um junge Frauen in MINT-Studiengängen zu unterstützen.

Insgesamt stellen Geschlechteraspekte in der Forschung einen entscheidenden Faktor für exzellente Ergebnisse dar. Daher fördert das BMFTR Projekte, die diese Aspekte in den Forschungsprozess integrieren. Seit 2022 ist ein Gleichstellungsplan Voraussetzung für die Förderfähigkeit im Europäischen Forschungsraum. Die Kontaktstelle „Frauen in die EU-Forschung“ (FiF) sowie zahlreiche Programme zur Stärkung der Diversität an Hochschulen unterstützen zudem die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen an der Forschung.