Freie Universität Berlin: Millionen für internationale Kooperationen!
Die Freie Universität Berlin (FU) hat ihre internationale Ausrichtung in der Forschung, Lehre und Verwaltung durch signifikante Fördermittel in Höhe von 11,2 Millionen Euro im Jahr 2025 entscheidend gestärkt. Diese Beträge wurden laut der Förderungstatistik des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für Stipendien, Projekte und Programme bereitgestellt.
Besonders bemerkenswert ist, dass die FU einen Spitzenplatz in der bundesweiten Förderstatistik einnimmt, direkt hinter den Technischen Universitäten in München, Dresden und Berlin. Diese Erfolge resultieren aus einer umfassenden internationalen Strategie und dem Werben um zusätzliche Projektmittel in Millionenhöhe, welches die Bildungseinrichtung in den letzten Wochen vorangetrieben hat.
Erasmus+ und internationale Kooperationen
Ein Schlüsselfaktor für die internationale Positionierung der FU ist das Erasmus+ Programm, bei dem die Universität rund 1,3 Millionen Euro im Rahmen der International Credit Mobility (KA171) erhält. Dieses Programm ermöglicht es, akademische Austauschprogramme zwischen europäischen und nicht-europäischen Universitäten zu realisieren. Die FU hat sich somit zur führenden deutschen Hochschule in diesem Bereich entwickelt, die den Austausch von Studierenden, Mitarbeitern und Fakultäten aktiv fördert. Die Ziele des KA171-Programms umfassen die Stärkung internationaler Kompetenzen und die persönliche Entwicklung aller Beteiligten.
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) beteiligt sich ebenfalls an dem KA171-Programm, das seit Sommer 2025 läuft und bis Juli 2028 fortgeführt wird. Mobilitäten sind für spezifische Abteilungen und Institutionen in verschiedenen Ländern wie Ägypten, Indien und Brasilien möglich. Hierbei liegt die Verantwortung für die Auswahl der Teilnehmer bei den teilnehmenden Abteilungen, was eine Nahtstelle für den akademischen Austausch darstellt.
Gestärkung der Partnerschaften und europäische Allianzen
Zusätzlich hat die FU knapp 800.000 Euro aus der EU-Kommission für die Förderlinie „Europäische Universitätsallianzen“ erhalten. Diese Mittel werden über die nächsten zwei Jahre für die Zusammenarbeit im Netzwerk Una Europa verwendet. Durch diese Unterstützung wird der Ausbau bestehender Partnerschaften gefördert und die Etablierung neuer Kooperationen ermöglicht.
Internationalität ist seit 1948 Teil der Geschichte der FU, die heute zu den führenden europäischen Forschungsuniversitäten zählt. Sie unterhält vier Verbindungsbüros in São Paulo, Tbilissi, Neu-Delhi und Kairo sowie über 100 internationale Partnerschaften. Diese Struktur bietet ihren Hochschulangehörigen ein internationales und diverses Umfeld, das nachhaltige Entwicklungen in Studium, Lehre und Forschung garantiert.
Im Rahmen des Erasmus+-Programms sind derzeit insgesamt 73 europäische Hochschulallianzen mit fast 650 Hochschulen aus 36 Ländern aktiv. Diese Initiative hat das ursprüngliche Ziel übertroffen, bis Mitte 2024 60 Hochschulallianzen aufzubauen. Fast 50% der Studierenden in Deutschland sind an Hochschulen immatrikuliert, die Teil einer EU-geförderten Europäischen Hochschulallianz sind. Solche Allianzen fördern nicht nur den Austausch, sondern auch die Qualität von Bildung und Forschung in Europa.
Die erreichten Förderungen und die Ergebnisse dieser Initiativen zeigen deutlich, dass die FU auf einem erfolgreichen Kurs ist, was die Internationalisierung des Hochschulbetriebs betrifft. Durch das Streben nach innovativen Lehr- und Qualifizierungsformaten sowie den internationalen Austausch wird die Universität in der akademischen Gemeinschaft weiter an Profil gewinnen.
Im Kontext der EU-Initiativen erhält die FU durch ihre engagierte Teilnahme an Programmen wie KA171 und „Europäische Universitätsallianzen“ nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, ihre Position als Vorreiterin in der Forschung und Lehre international zu festigen.
