Geheimnisse der Vergangenheit: Versteinerte Wälder im Kyffhäuser enthüllt!
Im Kyffhäuser-Gebirge in Nordthüringen wurden bedeutende Funde von versteinertem Holz gemacht, die einen wertvollen Einblick in die Erdgeschichte der Region bieten. Nach Angaben der Technischen Universität Freiberg handelt es sich dabei um Stämme, die bis zu 20 Meter lang sind. Diese Fossilien sind nicht nur seit dem 18. Jahrhundert bekannt, sie sind auch eingebettet in rötliche Ablagerungen, die von früheren Flusssystemen stammen.
Die Sedimente, in denen diese Stämme gefunden wurden, sind von Eisenoxiden gefärbt, was auf ein historisches, warmes und gelegentlich trockenes Klima hindeutet. Vor etwa 300 Millionen Jahren wuchsen in dieser Region tropische Trockenwälder, die einst Teil des Superkontinents Pangäa waren. Die Fundorte in Kyffhäuser sind als Referenzort für eine bestimmte Ablagerungsart bekannt, die in verschiedenen europäischen Becken zu finden ist.
Geologische Bedeutung des Kyffhäuser
Zusätzlich zu den beeindruckenden Funden von versteinertem Holz birgt das Kyffhäuser-Gebirge eine Vielzahl von geologischen Schätzen. So berichtet petrified-wood.de, dass unter dem variszischen Fundament der Region mächtige klastische Serien des Oberkarbons lagern, die bis zu 500 Meter dick sind. Diese Serien bestehen vorwiegend aus rötlich-braunen, feldspat- und glimmerreichen Sandsteinen und Konglomeraten. Hier lassen sich in den grobklastischen Bereichen horizontal liegende Kieselholzstämme finden, die ebenfalls bemerkenswert groß werden können.
Die Kieselhölzer werden aus dem obersten Oberkarbon datiert und gehören überwiegend zu den Koniferen-Hölzern, insbesondere Dadoxylon schrollianum. Ihre Farben reichen von Dunkelgrau über Dunkelbraun bis fast Schwarz. Die Zellerhaltung dieser Hölzer ist oft schlecht, mit Anzeichen von Befall durch holzzerstörende Organismen.
Fossilienreich und geschützte Gebiete
Die Region Kyffhäuser ist nicht nur für ihre Fossilien berühmt; das Areal ist auch unter Naturschutz gestellt. Es gilt als eines der umfangreichsten Vorkommen versteinerten Holzes in der Nordhalbkugel. Die Fossilien wurden wahrscheinlich über Flussästuare hinweg transportiert und an ruhigen Stellen abgelagert. Größere Kieselholzstämme werden insbesondere bei Bauarbeiten freigelegt, während kleinere Stämme an den Hängen des Kyffhäusers zu finden sind.
Das Areal umfasst zudem eine Kiesgrube nordöstlich des Kyffhäusers in Borxleben (Sachsen-Anhalt), die ähnliche Kieselhölzer enthält. Diese Grube, die seit 1988 nicht mehr zugänglich ist, hat bedeutende geologische Informationen über die Ablagerungsprozesse in der Region zutage gefördert, darunter stark abgerundete Kieselschiefer und andere Gesteinsarten. lgrbwissen.lgrb-bw.de führt dies weiter aus und beleuchtet die geologische Prinzipien der Schichtenfolge aus der Karbonzeit, die in der Region weltweit beachtet wird.
