Am 10. Juni 2026 fand an der Business & Law School Berlin (BSP) die Eröffnung des globalen Forschungsnetzwerks (Global Research Network, GRN) statt. Dieses innovative Projekt bündelt Forscher und Praktiker aus 30 Ländern und zielt darauf ab, Echtzeitforschung in den Bereichen Innovation, Unternehmertum, digitale Transformation und künstliche Intelligenz voranzutreiben. Professor Alexander Thiele, der die Veranstaltung eröffnete, hob die entscheidende Rolle von Forschung und Innovation in der heutigen Zeit hervor.

Prof. David Audretsch, ein angesehener Wissenschaftler im Bereich der Entrepreneurship-Forschung, hielt den Hauptvortrag und stellte die Wertschöpfung durch künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt. Er erkannte die Wichtigkeit der Wissensgenerierung während des Innovationsprozesses an, nicht nur im Nachhinein. Der GRN verfolgt dabei einen einzigartigen Ansatz, der sich auf drei zentrale Dimensionen stützt: die technologische, die menschliche sowie die globale räumliche Dimension.

Dreidimensionaler Forschungsansatz

In der technologischen Dimension wird untersucht, wie KI und maschinelles Lernen zur Wissensgenerierung beitragen können. Dies geschieht durch die Beobachtung von Handlungen und Entscheidungen in der menschlichen Dimension, was den realen unternehmerischen Dynamiken in der Praxis einen hohen Stellenwert einräumt. Die globale räumliche Dimension ermöglicht es dem GRN, internationale Kooperationen über das IELSM Living Lab zu fördern, das bereits 18 internationale Geschäftsmodelle umfasst.

Das Programm wird von mehr als 120 Studierenden, 45 Katalysatoren und 25 internationalen Experten unterstützt. Die Koordination des Projekts obliegt Professor Rafael Palacios Bustamante, der die Vielzahl der internationalen Partner und Kompetenzen zusammenführt, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Digitale Transformation als Schlüssel

Im Kontext der digitalen Transformation bietet das Global Research Network eine wertvolle Plattform, um Herausforderungen wie den Klimawandel, Krankheitsausbrüche und Naturkatastrophen anzugehen. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten zur präziseren Erkennung und Kontrolle solcher Krisen. Laut GIZ ist ein zentrales Ziel die Schaffung von sozial gerechtem, umweltfreundlichem und wirtschaftlich tragfähigem Zugang zu digitalen Innovationen.

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Ein Beispiel für den Einsatz von KI in diesem Kontext ist die frühzeitige Erkennung von Extremwetterereignissen sowie die Entwicklung digitaler Dienstleistungen, die lokale Wirtschaften unterstützen. Durch die Ausbildung digitaler Kompetenzen zielt das Projekt darauf ab, dass benachteiligte Gruppen von den Chancen der Digitalisierung profitieren.

Politische Rahmenbedingungen und Investitionen in KI

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFTR) sieht Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Im Rahmen seiner KI-Strategie plant die Bundesregierung, Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich bis 2021 sowie weitere 2 Milliarden Euro aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket zu tätigen. Diese Investitionen sollen eine exzellente Grundlage für ein starkes deutsches KI-Ökosystem schaffen.

Ein umfassender KI-Aktionsplan ist in Planung, um den Standorte Deutschland und Europa im globalen Wettbewerb zu stärken. Die Strategie berücksichtigt Themen wie Pandemiebekämpfung und nachhaltige Entwicklung und fördert gezielte EU-Zusammenarbeit. Weiterhin werden sechs Kompetenzzentren für KI-Forschung eingerichtet und Projekte zur Verbesserung von Produktionsprozessen sowie zur Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung unterstützt.

Durch den Zusammenschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und internationalen Partnern wird das Global Research Network nicht nur als ein Kristallisationspunkt für Innovationsforschung betrachtet, sondern auch als ein wichtiger Motor für die digitale Transformation auf globaler Ebene.