Die Start-up-Landschaft im deutschsprachigen Raum erfährt einen dynamischen Wandel, wie eine aktuelle Studie der Technischen Universität München (TUM), der ETH Zürich und der Universität Innsbruck offenbart. Diese umfassende Analyse untersucht die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Finanzierung erfolgreicher Gründerteams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie beleuchtet insbesondere die Rolle von Hochschulen, aus denen diese Gründer hervorgegangen sind, und bietet wertvolle Einblicke für die Gründungsförderung und Hochschulpolitik.

Im Zeitraum von 2014 bis 2024 wurden über 51.000 Start-ups analysiert, wobei die häufigsten Hochschulen aus dem Bereich Entrepreneurship identifiziert wurden. Angeführt wird die Liste von der TUM, gefolgt von der WHU – Otto Beisheim School of Management, der Universität St. Gallen und der ETH Zürich. Diese Institutionen sind maßgebliche Treiber der Gründungskultur, und ihre Absolventen schufen insgesamt etwa 25.000 Arbeitsplätze.

Rangliste der Gründungshochschulen

Die Studie hebt hervor, dass die meisten Start-ups von folgenden Hochschulen stammen:

Hochschule Anzahl der Start-ups
TUM 1.116
ETH Zürich 1.022
Universität St. Gallen 845
Fraunhofer-Gesellschaft 390 (außeruniversitär)
Helmholtz-Gemeinschaft 143
Max-Planck-Gesellschaft 122
Leibniz-Gemeinschaft 71

Die Studie zeigt auch, dass sechs der zehn erfolgreichsten Hochschulen in Deutschland beheimatet sind, während die Schweizer Universitäten in Bezug auf geförderte Start-ups besonders hervorstechen. Zudem wird in der Analyse vermerkt, dass im Verhältnis zur Studierendenzahl die WHU, die HHL Leipzig Graduate School of Management und die ESCP Business School Berlin die Spitzenplätze einnehmen.

Diversität und Gründungsbranchen

Ein weiterer zentraler Punkt der Untersuchung ist die Diversität der Gründungsteams. In der Schweiz liegt der Anteil diverser Teams bei 54%, gefolgt von Österreich (52%) und Deutschland (42%). Die höchsten Anteile an Teams mit weiblicher Beteiligung finden sich an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Universität Frankfurt am Main und der Universität Bern.

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Die erfolgreichsten Gründungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Bereiche Gesundheit, Unternehmenssoftware und Finanztechnologie. Dies zeigt sich auch in den aktuellen Trends der Start-up-Gründungen in der DACH-Region, wo innovative Lösungen und digitale Ansätze zunehmend nachgefragt werden.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen des TUM Entrepreneurship Day vorgestellt und bilden eine wesentliche Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Unterstützung der Gründungslandschaft. Ziel ist es, die Innovationskraft weiter zu fördern und die Hochschulpolitik entsprechend auszurichten. Experten betonen die Bedeutung solcher Studien für die Entwicklung eines ökosystematischen Ansatzes zur Förderung von Start-ups in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie auch idw-online.de anmerkt.