Hitzealarm: MHH kämpft gegen Kälteversorgungsausfall!
Am 28. Juni 2026 musste die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) aufgrund eines plötzlichen Ausfalls der zentralen Kälteversorgung besondere Maßnahmen ergreifen. Der Ausfall, der am Samstagabend festgestellt wurde, führte zu einer Überlastung der Notklimaversorgung des Rechenzentrums und machte es erforderlich, die Feuerwehr Hannover zur Unterstützung der Kühlung zu alarmieren. Diese Ereignisse ereigneten sich während eines Zeitraums, in dem der Deutsche Wetterdienst die Warnstufe 2 für extreme Hitze aktivierte.
Trotz dieser schwierigen Umstände wurde die MHH vorübergehend von der Notfallversorgung abgemeldet. Dennoch gab es von Seiten der Verantwortlichen die Entwarnung, dass keine Gefährdung der Patientenversorgung bestand. Tatsächlich blieb das Patientenaufkommen in der Notaufnahme auf üblichem Niveau, mit keinem signifikanten Anstieg hitzebedingter Fälle. Allerdings verzeichnete das Krankenhaus eine Zunahme an präklinischen Rettungseinsätzen, die auf Dehydrierung und hitzebedingte Erkrankungen zurückzuführen waren.
Vorbereitende Maßnahmen und Strategien
Der Hitzeschutzplan der MHH basiert auf Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit und ist Teil der Krankenhausalarm- und einsatzplanung (KAEP). Dieser Plan umfasst eine kontinuierliche Anpassung an die aktuelle Lage und sieht verschiedene vorbereitende Maßnahmen vor, die insbesondere während der Sommermonate von großer Bedeutung sind.
Zu den umfangreichen Maßnahmen gehören organisatorische und medizinische Schulungen sowie eine intensive Online-Aufklärung für Mitarbeitende und Patienten. Spezielle EVA-Schulungen (ErstVersorgungsAusstattung) und die Bereitstellung von Infoflyern tragen dazu bei, die Mitarbeitenden und Patienten entsprechend zu informieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Plans ist die angepasste Personalplanung sowie die Berücksichtigung spezieller Anforderungen bei der Medikamentenlagerung und der Getränkeversorgung. Zudem werden risikogefährdete Patienten einer angepassten medizinischen Überwachung unterzogen, um sicherzustellen, dass notwendige Behandlungen und Personalkonzepte rechtzeitig angepasst werden.
Die MHH zeigt damit, wie wichtig es ist, auf extreme Wetterbedingungen vorbereitet zu sein und die Sicherheit der Patienten auch während unvorhergesehener Ereignisse zu gewährleisten. Während die Hitzeperiode anhalten könnte, bleibt die MHH aufmerksam und weiterhin auf die Herausforderungen vorbereitet, die der Sommer 2026 noch mit sich bringen könnte.
Für weitere Informationen zu allgemeinen Hitzeschutzmaßnahmen empfehlen wir die Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums sowie den Muster-Hitzeschutzplan für Krankenhäuser, der durch den Bayerischen Landkreistag bereitgestellt wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die MHH durch ihren strukturierten Hitzeschutzplan und die schnelle Reaktion auf den Ausfall der Kälteversorgung das Wohlergehen ihrer Patienten an oberster Stelle sieht, auch in Zeiten extremer Hitze.
