Am 8. Mai 2026 hat die UniNow GmbH die Gewinner des „Digital Campus Index 2026“ bekannt gegeben. In dieser umfassenden Analyse der digitalen Bildungsgestaltung in Deutschland belegt die Universität Hohenheim den 23. Platz unter 179 Hochschulen. Die Umfrage zur Digitalisierungsbewertung zog eine breite Teilnehmerzahl an, mit rund 18.500 Studierenden, die ihre Hochschulen bewerteten. Diese Befragung fand über die UniNow-App statt, die an mehr als 100 Hochschulen genutzt wird, um die digitale Ausstattung in den Bereichen Lehre, Ausstattung und Verwaltung zu analysieren. Der erste Platz geht erneut an die Technische Universität München.
Die Ergebnisse der Umfrage basieren auf einer Sternebewertung, die von den Studierenden abgegeben wurde. Um als qualifizierte Hochschule zu gelten, müssen mehr als 50 Stimmen eingegangen sein. Der Index-Wert wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten normiert, wobei mehr Stimmen einer Institution eine höhere Platzierung sichern. Wenn Hochschulen die gleiche Anzahl von Stimmen erhalten, entscheidet die alphabetische Reihenfolge über die Platzierung.
Digitale Angebote an der Universität Hohenheim
Die Universität Hohenheim hat sich nicht nur in der Rangliste positioniert, sondern bietet auch vielfältige digitale Programme an. Dazu gehört ein Zertifikatsprogramm für KI-Kompetenzen, das verschiedene Module zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Data Science und intelligenten Agrarrobotern umfasst. Den Studierenden wird es so ermöglicht, relevante digitale und IT-Kompetenzen bereits in ihrem regulären Studium zu integrieren.
Mit Blick auf die digitalen Prüfungen zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung: Im Wintersemester 2025/26 wurden knapp 4.000 E-Prüfungen abgelegt, oft sogar mit den eigenen Laptops der Studierenden. Um den Lernprozess zu unterstützen, wurde das Projekt ExamBuddy ins Leben gerufen, welches KI-gestütztes Feedback bietet. Des Weiteren sorgt ein 24/7 Chatbot dafür, dass Fragen zu Bibliothek, WLAN und weiteren Services rund um die Uhr beantwortet werden.
Innovationen in Lehre und Forschung
Virtuelle Lernumgebungen, wie „Labster“, ermöglichen den Studierenden digitale Simulationen von naturwissenschaftlichen Experimenten, was die praktische Lehre erheblich bereichert. Die digitale Transformation wird an der Universität Hohenheim nicht nur als ein Projekt, sondern als zentrales Forschungsthema betrachtet. Das Computational Science Hub ermöglicht die Vernetzung von Forschungs- und Lehraktivitäten fakultätsübergreifend und trägt so zur zeitgemäßen Ausbildung bei.
Im Jahr 2025 wurde der Preis für Digitale Lehre an Jun.-Prof. Dr. Christian Krupitzer vergeben, was die Wichtigkeit der Digitalisierung in der akademischen Lehre unterstreicht. Zudem verabschiedete die Universität 2023 eine Leitlinie für den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Studium. Studierende haben Zugang zu Open-Source-Plattformen wie „GPTalk“, um innovative KI-Anwendungen zu erkunden. Schließlich fördert das Programm „Humboldt reloaded“ forschendes Lernen, das digitale Methoden in das Bachelor-Studium integriert.
Die Ergebnisse und Entwicklungen der Universität Hohenheim spiegeln den wachsenden Trend zur Digitalisierung der Hochschullehre wider und positionieren sie als eine der fortschrittlichen Institutionen im deutschen Bildungswesen. Die Anteilnahme von über 18.500 Studierenden an der Umfrage festigt zusätzlich die Relevanz dieser digitalen Transformation.