Am 21. Mai 2026 wurden an der Katholischen Universität (KU) herausragende Leistungen in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement mit verschiedenen Preisen gewürdigt. Unter den Preisträgern befinden sich talentierte Studierende, Nachwuchswissenschaftler sowie innovative Projekte, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft ausüben.

Daria Kohut, eine Studentin aus der Ukraine, wurde mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet. Ihr Studium im Bachelor-Studiengang Data Science an der KU ergänzt sich mit ihrem vorherigen Abschluss in Economic Cybernetics in Kiew. Kohut verbindet ihre akademischen Leistungen mit gesellschaftlichem Engagement, was insbesondere durch ihre Erfahrungen während des Krieges in ihrer Heimat geprägt ist. Zu ihren jüngsten Projekten gehört die Mitarbeit am European Defense Tech Hackathon, wo sie ein KI-gestütztes System zur akustischen Erkennung von Drohnen entwickelte. Zusätzlich engagiert sich Kohut als Mentorin für Studienanfänger und in verschiedenen studentischen Initiativen.

Auszeichnungen für Nachhaltigkeit und Bildung

Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel ist Tabea Bruttel, die den Preis der Fritz und Rosa Gutmann-Stiftung für ihre Masterarbeit erhielt. Diese befasst sich mit dramapädagogischen Methoden zur Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsfragen bei Grundschulkindern. Ihre Forschungsergebnisse zeigen, dass solche Formate nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zu einem eigenverantwortlichen Handeln motivieren können. Seit April 2026 leitet Bruttel das Projektseminar Bildung für nachhaltige Entwicklung an der KU.

Dr. Christiane Hoth de Olano wurde mit dem Preis der Maximiliane-Kocher-Stiftung für ihre Dissertation zur Medizingeschichte im Süden Chiles um 1900 ausgezeichnet. Sie untersuchte dort das Wechselspiel der unterschiedlichen medizinischen Wissenskulturen in einer ländlichen Region und stellte dabei Quellen aus 34 Archiven in sieben Ländern zusammen. Hoth de Olano ist seit 2025 als Postdoc am Historischen Institut der Universität Bern tätig.

Dr. Mariah Freitas Monteiro, ebenfalls mit einem Preis bedacht, thematisiert in ihrer Dissertation die historischen Wurzeln des Pestizideinsatzes in Brasilien. Sie beleuchtet die Rolle des Unternehmens Bayer und verbindet ihre Forschung mit ihrem langjährigen Engagement an der KU, wo sie zunächst als Austauschstudentin war und nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet.

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Innovationen und soziale Themen

Annkathrin Dilly erhielt den Preis der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt für ihre Masterarbeit, die sich mit der Wahrnehmung von Frauen in Angsträumen im öffentlichen Raum beschäftigt. Ihre Arbeit liefert wertvolle Impulse für eine geschlechtersensible Stadtplanung.

Dr. Martina Grunenberg wurde für ihre Dissertation, die zwischenmenschliche Konflikte beleuchtet, mit dem Preis der Volksbank-Raiffeisenbank Bayern Mitte ausgezeichnet. Sie zeigte in ihrer kumulativen Arbeit auf, wie sowohl persönliche Eigenschaften als auch situative Faktoren die Reaktionen auf Konflikte beeinflussen. Grunenberg ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Sozial- und Organisationspsychologie.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Dr. Kerstin Dierolf für ihre Dissertation über die Verstehbarkeit historischer Wörter, die sie durch die Übertragung von Methoden der Verstehbarkeitsforschung auf verschiedene historische Sprachstufen des Deutschen entwickelt hat. Sie ist seit 2021 am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft tätig.

Dr. Dr. habil. Klaus Viertbauer erhielt den Preis für seine Habilitationsschrift „Im Bann des Bösen“, die aus philosophischer und theologischer Perspektive das Böse untersucht und als Ausdruck gestörter Beziehungen interpretiert. Viertbauer ist seit 2025 Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

Preise für exzellente Lehre

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Lehre gelegt. Das Modul „Geländepraktikum für Fortgeschrittene“ im Bachelorstudiengang Geographie wurde mit dem Preis der Liga Bank-Stiftung für Exzellente Lehre gewürdigt. Das Modul verbindet wissenschaftliche Methodenkompetenz mit praktischer Feldforschung und fördert eigenverantwortliches Arbeiten.

Zusätzlich feiert das Zentralinstitut für Lateinamerikastudien (ZILAS) der KU am 11. Juni sein 40-jähriges Bestehen mit dem siebten Maximilian-Bickhoff-Kolloquium, das sich den großen Transformationsprozessen in Lateinamerika widmet.

Ein Transferpreis der KU wurde für ein DFG-Projekt zur Ausgestaltung von Schuldenhilfen für finanzschwache Kommunen vergeben, in dem Dr. Simon Dudek und Dr. Andreas Kallert Grundlagenforschung mit gesellschaftlicher Praxis verbinden und politische Handlungsempfehlungen erstellen.

Der Ars legendi-Preis, der im Jahr 2026 im Kontext des Themas „Schreiben lehren und lernen in Zeiten von KI“ verliehen wird, ist mit 30.000 Euro dotiert. Er soll Anreize schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und die Lehrqualität zu fördern. Der Preis für Exzellenz in der Lehrkräftebildung, mit einer Dotierung von 100.000 Euro, zielt auf eine Stärkung der Verantwortung für eine qualitätsvolle, wissenschaftsfundierte Lehrerbildung ab.

Für detaillierte Informationen zu den Auszeichnungen und den Preisträgern verweisen wir auf die Berichterstattung von ku.de und stifterverband.org.