In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eröffnet die Fotoausstellung „Karneval in Venedig“ von Wolfgang Niess, die am 3. Mai 2026 ihre Türen öffnete. Diese Ausstellung markiert bereits die 20. in einer Reihe von Fotoausstellungen, die seit 2023 im KunstGang der MHH organisiert werden. Die Ausstellung thematisiert die Geschichte und kulturelle Bedeutung des venezianischen Karnevals, eines der bekanntesten Karnevals weltweit, der aus den Fürstenhöfen Italiens im Spätmittelalter entstand. MHH berichtet, dass die Ausstellung bis Ende Juni 2026 täglich von 8 bis 21 Uhr zugänglich ist, mit freiem Eintritt.

Wolfgang Niess, der 1952 in Hannover geboren wurde, ist ein passionierter Fotograf und hat über 70 Länder besucht. Sein Studium der Architektur und seine Promotion über die soziokulturelle Infrastruktur flossen in seine Arbeiten ein. Bisher konnte er sich mit zahlreichen Fotoausstellungen einen Namen machen, unter anderem mit dem Thema „Menschen in Äthiopien“ sowie „Anders gesehen – Fassaden, Spiegelungen, Baustrukturen“. Die Ausstellung „Karneval in Venedig“ stellt sich als weiterer Meilenstein seiner Karriere dar. Bei der Vernissage waren Grußworte von Dott. Piero Vaira, dem Generalkonsul in Hannover, und Prof. Dr. Volker Deville, Präsident der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft e.V., zu hören.

Die Geschichte des venezianischen Karnevals

Die Anfänge des venezianischen Karnevals reichen weit zurück und wurden erstmalig in der Chronik des Dogen Vitale Falier im Jahr 1094 dokumentiert. Die ältesten Aufzeichnungen über Masken stammen aus dem 13. Jahrhundert, als sie vor allem bei Zunftumzügen zum Einsatz kamen. Die Blütezeit des Karnevals erlebte Venedig im 18. Jahrhundert, insbesondere zur Zeit des berühmten Abenteurers Giacomo Casanova. Diese Epoche endete 1797 mit dem Verlust der Selbständigkeit der Markusrepublik und der darauffolgenden Herrschaft der Österreicher über Venedig. DIK hebt hervor, dass mit dem Anschluss an das Königreich Italien 1866 bereits erste Bestrebungen zur Wiederbelebung des Karnevals unternommen wurden.

Im 19. Jahrhundert wurde der Karneval vorwiegend privat gefeiert, wobei oft von der österreichischen Besatzung organisierte Feste stattfanden. Eine entscheidende Wende erlebte der Karneval 1976 durch Federico Fellinis Film „Casanova“, der das Fest erneut ins öffentliche Bewusstsein rückte. Ein weiterer Wendepunkt war die Einführung von Festivitäten, die 1979 zur Biennale führten, wodurch der Karneval zu einer internationalen Touristenattraktion wurde. Wikipedia erklärt, dass der Karneval traditionell 10 Tage vor Aschermittwoch eröffnet wird, mit Höhepunkten wie der großen Parade und der Wahl des schönsten Kostüms.

Typisch für den venezianischen Karneval sind die charakteristischen Masken, darunter die Bauta, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen wird. Diese maskenreichen Traditionen sind nicht nur Artefakte eines festlichen Anlasses, sondern spiegeln auch die reiche Kulturgeschichte Venedigs wider. Eintritt zur Ausstellung im KunstGang der MHH erfolgt über den Haupteingang der Klinik, und der Zugang wurde bewusst so gestaltet, dass eine positive Atmosphäre für Patienten und Besucher geschaffen wird.

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