KI-Implementierung: Erfolg für KMU durch Mensch und Technologie!
Die Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) steht im Fokus einer aktuellen Ringvorlesung an der Business School Berlin. Diese Vorlesung behandelt zentrale Fragen zur menschenzentrierten Integration von KI und legt besonderen Wert auf die Berücksichtigung von Menschen, Prozessen und Verantwortlichkeiten. Wie businessschool-berlin.de berichtet, haben viele Unternehmen bereits Erfahrungen mit Technologien wie ChatGPT, Copilot und verschiedenen Automatisierungstools gesammelt.
Ein relevanter Aspekt in diesem Kontext ist die Entwicklung von konkreten und verantwortungsvollen Anwendungen von KI. Kleinere Unternehmen benötigen Orientierung sowie sichere Testumgebungen, um KI effektiv in ihre realen Arbeitsprozesse zu integrieren. Kristina Bodrožić-Brnić, eine KI-Trainerin am Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, hebt hervor, dass die Implementierung von KI in erster Linie eine Arbeit mit Menschen ist. Um diese Herausforderung zu meistern, sind Kommunikation, Beteiligung und Vertrauen unerlässlich.
Der Weg zur menschenzentrierten KI
Ein zentrales Hilfsmittel, das in der Ringvorlesung präsentiert wurde, ist der sogenannte KI-Use Case Canvas. Dieses Framework hilft dabei, KI-Anwendungsfälle strukturiert zu entwickeln, indem es auf Ausgangsprozesse, Ziele, Nutzen, Aufwand, benötigte Daten und Ressourcen sowie Verantwortlichkeiten eingeht. Ziel ist es, die Anschlussfähigkeit von Ideen sichtbar zu machen und konkrete Probleme zu identifizieren.
Bodrožić-Brnić ermutigt Unternehmen, ihre Mitarbeitenden in den Lösungsfindungsprozess einzubeziehen und nennt spezifische nächste Schritte zur Identifizierung zeitaufwändiger Aufgaben und Reibungsverluste. In diesem Zusammenhang werden zwei interessante Praxisbeispiele angeführt:
- humanAIze: Eine Transfermethode zur Förderung der KI-Akzeptanz durch kreative Aufgabenstellungen.
- Faires KI-Prompting: Ein Leitfaden zur Diskussion über Fairness, Diversität, Qualität und Verantwortung in der KI-Nutzung.
Das wirtschaftliche Potenzial von Generativer KI
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion ist das noch ungenutzte wirtschaftliche Potenzial der Generativen KI (GenAI) in KMU. Laut fraunhofer.de wird dieses Potenzial auf etwa 330 Milliarden Euro geschätzt. Dennoch bleibt die Anwendung von GenAI in vielen Unternehmen hinter den Möglichkeiten zurück, was auf Unsicherheiten bei der Implementierung, Ressourcendefizite und Akzeptanzhürden zurückzuführen ist.
Das Whitepaper der Fraunhofer-Institute identifiziert verschiedene Herausforderungen, die bei der Einführung von GenAI berücksichtigt werden sollten:
- Technologische Herausforderungen
- Organisatorische Schwierigkeiten
- Gesellschaftliche und regulatorische Aspekte
GenAI bietet jedoch erhebliche Chancen, darunter die Automatisierung von Prozessen, Effizienzsteigerungen sowie Qualitätsverbesserungen. Risiken, wie Datenverzerrungen und Datenschutzprobleme, dürfen jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Das Prinzip des „Human-in-the-loop“ wird dabei als entscheidend hervorgehoben: KI soll nicht die menschliche Arbeit ersetzen, sondern sie ergänzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die menschenzentrierte Implementierung von KI in KMU zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Dabei ist es essenziell, die Mitarbeitenden aktiv in den Prozess einzubeziehen und auf eine transparente Kommunikation zu setzen. Das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur bietet eine wertvolle Unterstützung für KMU, indem es Wissen und Ressourcen bereitstellt, um die Integration von KI erfolgreich zu gestalten. Weitere Informationen hierzu sind im Leitfaden der TU Darmstadt nachzulesen.
