Die Kieler Förde wird zum Schauplatz innovativer Entwicklungen in der Schifffahrt. Heute übergab Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder einen Förderbescheid für das Projekt „Förde Areal“ im Rahmen der Kieler CAPTN-Initiative. Mit einer Summe von 3,3 Millionen Euro wird das Vorhaben in die dritte Phase gestartet, die im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitale Testfelder Wasserstraßen“ (DTW) gefördert wird. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer emissionsfreien, autonomen und vernetzten Personenfähre.
Das Projektkonsortium setzt sich aus mehreren namhaften Institutionen zusammen, darunter die F&E GmbH, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), ADDIX GmbH, Anschütz GmbH und die Wissenschaftszentrum Kiel GmbH. Die dritte Phase wird sich vorrangig mit der Erprobung und Weiterentwicklung hochautomatisierter und autonomer Funktionen an der MS „Wavelab“ beschäftigen.
Technologische Innovationsschritte
Ein zentraler Aspekt der Weiterentwicklung ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Diese Technologie wird eingesetzt, um die Umfelderfassung, Navigation, Kommunikation und Entscheidungsprozesse der Fähre signifikant zu verbessern. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das auch in komplexen Umgebungen eine sichere Operation gewährleistet.
Das Projekt ist in vier maßgebliche Arbeitspakete (AP) gegliedert:
- AP 1: Betrieb und Weiterentwicklung der MS „Wavelab“.
- AP 2: Weiterentwicklung der Infrastruktur, einschließlich Sensorik und Kommunikation.
- AP 3: Entwicklung autonomer Funktionen wie Lagebilderfassung und Kollisionsvermeidung.
- AP 4: Voraussetzungen für den späteren Einsatz, einschließlich Sicherheit, Normung und Vernetzung.
Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich vom 01. Dezember 2025 bis zum 30. September 2028. Es verfolgt ein ambitioniertes Ziel: die autonome Schifffahrt sicher, effizient und in den Alltag der Menschen integrierbar zu machen. Die Initiative könnte nicht nur die Mobilität in der Region verbessern, sondern auch als Vorzeigeprojekt für umweltfreundliche Technologien in der maritimen Branche dienen.
Wie die Entwicklungen im Rahmen des Projekts weiter voranschreiten werden, bleibt abzuwarten. Die Fortschritte werden mit großem Interesse verfolgt, nicht nur in Kiel, sondern auch in der internationalen Schifffahrtsgemeinschaft.