Kinderoase in München: Ein Architektur-Highlight für die Kleinsten!
Die Technische Universität München (TUM) hat ein architektonisches Highlight in Form der ersten dauerhaften Kindertagesstätte des renommierten Architekten und TUM-Professors Francis Kéré eingeweiht. Nach einer zweijährigen Bauzeit wurde die „Kinderoase an der TUM“ feierlich übergeben und bietet Platz für bis zu 60 Kinder von Angehörigen der TUM.
Francis Kéré, der 2022 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, hat das Gebäude in enger Zusammenarbeit mit Hermann Kaufmann, einem emeritierten Professor für Holzbau, entworfen. Kérés Konzept zielt darauf ab, den Spielraum aus der kindlichen Perspektive zu gestalten. Das fünfgeschossige Gebäude, das fast ausschließlich aus Fichten- und Eschenholz besteht, inklusive einer markanten Lamellenfassade aus Cortenstahl, stellt nicht nur ein architektonisches Meisterwerk dar, sondern schließt auch eine mehrere Jahrzehnte unbebaute Baulücke in Münchens Museumsviertel.
Einzigartiger Bau und seine Merkmale
Die „Kinderoase“ umfasst insgesamt rund 700 Quadratmeter Fläche. Hier sind die Kinder nach Altersgruppen organisiert, wobei jede Gruppe ein eigenes Geschoss belegt. Im mittleren und oberen Bereich des Gebäudes finden sich gemeinschaftliche Räume für Spiele, sportliche Aktivitäten und Mahlzeiten. Hinzu kommt ein Mehrzweck-Sportraum, der den kleinen Besuchern vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
Besonders hervorzuheben ist die Dachterrasse, die als „Himmelswiese“ bekannt ist. Dieser geschützte Spielbereich ermöglicht es den Kindern, sich sportlich zu betätigen und bietet zudem einmalige Ausblicke über die Stadt. Zusätzlich ist der vertikale Spielplatz an der Nordfassade mit Rutschen zwischen den Ebenen eine innovative Spielmöglichkeit, die nicht nur Spaß, sondern auch Sicherheit gewährleistet, indem er als akustischer Puffer gegen den Straßenlärm der Gabelsbergerstraße dient.
Finanzierung und Bedeutung
Das durch Ingeborg Pohl, eine Unternehmerin und Ehrensenatorin der TUM, finanzierte und geschenkte Gebäude ist mehr als nur eine Bildungseinrichtung. TUM-Präsident Thomas F. Hofmann lobte die „Kinderoase“ als architektonisch einzigartig und betonte ihren besonderen Wert für die Universität und die Gemeinschaft.
Der Bau besteht bis auf das Fluchttreppenhaus vollständig aus Holz und setzt damit nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern auch auf innovative Bauweise. Über 2.000 Lamellen aus Cortenstahl, insgesamt 100 Tonnen Stahl, prägen die Fassade und verleihen dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter.
Insgesamt stellt die Eröffnung der „Kinderoase“ einen bedeutenden Schritt für die TUM dar. Sie bietet nicht nur eine Betreuungseinrichtung für die jüngsten Angehörigen der Universität, sondern auch ein herausragendes Beispiel für moderne Architektur, die den Bedürfnissen von Kindern gerecht wird. More information can be found on TUM.
