Klimawandel: Universität Göttingen startet Projekt für Zukunftswälder!
Das Forschungsteam der Universität Göttingen hat neue Wege zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Waldbesitzenden und der Gesellschaft entwickelt. Im Rahmen des Projektes „KommZuSinus“ untersucht es die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder. Ziel ist es, die Einbindung von Waldbesitzern und Waldinteressierten in den Schutz und die Nutzung von Zukunftswäldern zu optimieren.
Eine zentrale Methode des Projekts ist die Verwendung des Modells der Sinus-Milieus®, das hilft, soziokulturelle Untergruppen in Deutschland zu identifizieren. Diese differenzierten Zielgruppen bilden die Basis für maßgeschneiderte Kommunikationsstrategien, die das Team in Städten wie Wuppertal, Gifhorn und Barnim testete. Die Erkenntnisse zeigen, dass eine zielgruppenspezifische Ansprache den Erstkontakt und den Vertrauensaufbau signifikant verbessert.
Zielgerichtete Waldkommunikation
Durch anpassungsfähige Formate wie Waldbaden und Mountainbiken wurde es dem Forschungsteam ermöglicht, 67 bis 85 Prozent der forstfernen Personen zu erreichen. Diese Aktivitäten sind speziell auf die unterschiedlichen Milieus zugeschnitten und erleichtern die Zugang zu und das Verständnis für waldbasierte Themen. Die Ergebnisse und Methoden des Projekts werden in einer „Best-Practice-Broschüre“ zusammengefasst, die Anfang Juni auf der Forstvereinstagung in Rostock vorgestellt wurde.
Das Handbuch bietet praxisorientierte Kommunikationsstrategien und Konzepte, die sich vor allem an Akteure richten, die sich mit der Nutzung und dem Schutz von Wäldern in Deutschland befassen. Diese Materialien sind online verfügbar, um die Zugänglichkeit für Interessierte zu erhöhen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Programms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ (FPNR) gefördert.
Des Weiteren ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. über die Pressekontaktinformationen von Martina Plothe erreichbar, um weitere Informationen zu erhalten. Der Kontakt lautet: Tel.: +49 3843 6930-311, Mail: m.plothe(bei)fnr.de.
Durch den kontinuierlichen Austausch und die Anpassung der Kommunikationsmethoden möchte das Forschungsteam letztlich dazu beitragen, Kommunikationslücken zwischen Waldbesitzenden und Waldinteressierten zu schließen. Die Initiativen, die sowohl die Sozialstruktur als auch die Bedürfnisse der Menschen reflectieren, sind entscheidend für eine erfolgreiche Waldkommunikation in Zeiten des Klimawandels.
