Am 12. Mai 2026 hat die Technische Universität Dresden (TUD) das Projekt „Connect to Talent 2.0“ offiziell gestartet. Dieses innovative Programm richtet sich an Jugendliche ab der siebten Klasse und zielt darauf ab, eine klischeefreie Studien- und Berufsorientierung zu fördern. Insbesondere sollen Schülerinnen mit MINT-Interessen und Schüler, die an geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen interessiert sind, angesprochen werden.

Das Projekt fördert die Entdeckung und Stärkung eigener Talente und regt die kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen an. Ein zentrales Element sind praxisnahe Einblicke in die Studien- und Berufswelt, die durch Austausch mit Role-Models und Exkursionen zu regionalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ergänzt werden.

Fünf Bausteine für den Erfolg

Das Programm ist in fünf Bausteine unterteilt, die den Teilnehmern vielfältige Möglichkeiten zur Stärkung ihrer Kompetenzen bieten. Workshops zur Entscheidungsfindung, Selbstreflexion sowie zur Herausarbeitung persönlicher Stärken stehen auf dem Programm. Um die Zugangshürden zu senken, ist die Teilnahme kostenfrei für Schüler:innen ab Klassenstufe 7 und junge Menschen bis drei Jahre nach ihrem Schulabschluss. Anmeldungen sind sowohl einzelner Teilnehmer als auch ganzer Klassen möglich.

Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich vom April 2026 bis März 2028 und wird kofinanziert durch die Europäische Union sowie das Land Sachsen. Das ServiceCenterStudium der TUD übernimmt die Durchführung, und für weitere Informationen steht Stefanie Czybik zur Verfügung: telefonisch unter +49 351 463-40786 oder per E-Mail an connecttotalent@tu-dresden.de.

Klischeefreie Berufsorientierung in Deutschland

Das Projekt „Connect to Talent 2.0“ reiht sich in die Inititative Klischeefrei ein, die sich für eine geschlechterreflektierte Berufs- und Studienorientierung in Deutschland stark macht. Diese Initiative engagiert sich besonders dafür, junge Menschen und Multiplikator:innen im Berufswahlprozess zu unterstützen und dabei Geschlechterklischees abzubauen. Das Netzwerk der Initiative umfasst rund 720 Partnerorganisationen, die Strategien zur klischeefreien Berufsorientierung entwickeln und bereitstellen.

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Unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, die das Amt seit Oktober 2017 inne hat, verfolgt die Initiative in ihrer aktuellen Förderphase das Ziel, spezielle Bedürfnisse von migrantischen Eltern hinsichtlich der klischeefreien Berufsorientierung zu ermitteln. 

Ein weiteres Anliegen der Initiative ist die Integration klischeefreier Berufsorientierung in die deutsche Schullandschaft. Fortbildungen für Lehrkräfte, eLearning-Tools sowie Pilotprojekte im Bereich Schulmedien werden geplant, um eine breitere Basis für die Umsetzung zu schaffen. Die Laufzeit dieser Förderphase beträgt vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2026 und wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) finanziert.

Für die Umsetzung der Initiative wurde die Servicestelle beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eingerichtet. Diese Servicestelle vernetzt, berät und qualifiziert interessierte Fachkräfte und veröffentlicht Materialien zur Unterstützung.

Die Initiative Klischeefrei verfügt über die größte Wissenssammlung zur geschlechtssensiblen Berufs- und Studienorientierung in Deutschland und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in die aktuellen Projekte ein. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Initiative zu finden: www.klischee-frei.de.

Zusammen zeigen beide Projekte, dass die Förderung von Diversität und die Überwindung von Geschlechterklischees in der Berufs- und Studienorientierung eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung darstellt. Initiativen wie „Connect to Talent 2.0“ und „Klischeefrei“ werden auch in Zukunft entscheidend dazu beitragen, die Weichen für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Jugendlichen zu stellen.