Kooperation für die Zukunft: FernUni Hagen und Bautzen bündeln Kräfte!
Am 2. Juli 2026 unterzeichneten die FernUniversität in Hagen und die Stadt Bautzen eine wegweisende Kooperationsvereinbarung. Die Unterzeichnung fand im Rahmen der Eröffnung des Zentrums denkBar | hromadźe in der Bautzener Altstadt statt. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Studienangebote der FernUniversität in der Strukturwandelregion Lausitz zu verankern und neue berufliche Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen.
Die Vereinbarung ist auf vier Jahre angelegt und soll Menschen unabhängig von Wohnort, Beruf und Lebenssituation ansprechen. Um diese Zielsetzung zu unterstützen, plant die FernUniversität regelmäßige Veranstaltungen in der denkBar, darunter wissenschaftliche Vorträge, Infotage und persönliche Studienberatungen. Ein digitales Informationsformat namens „Science Window“ wird zudem die Angebote der FernUniversität in der Bautzener Innenstadt sichtbar machen.
Verbindende Erfahrungen und Erneuerung der Wissenschaftslandschaft
Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer betonte die verbindenden Erfahrungen zwischen den Strukturwandelregionen Ruhrgebiet und Bautzen. Er stellte klar, dass die Kooperation als Ergänzung zur bestehenden Wissenschaftslandschaft in Bautzen angesehen wird und nicht als Konkurrenz. Das Ziel ist, ein Netzwerk zu schaffen, das den Wissenstransfer fördert und neue Studienmöglichkeiten bietet.
Bereits wurden engere Kooperationen in der Forschung angeregt, die in einem zukünftigen Workshop weiterentwickelt werden sollen. Ein interessantes Detail ist, dass der Anstoß zur Kooperation von einer Absolventin der FernUniversität kam, die im Sächsischen Staatsministerium tätig ist. Gemeinsam mit Georg Teichert, dem Leiter des Campus Leipzig, wurde die Idee zur Zusammenarbeit mit der Stadt Bautzen weiterentwickelt.
Datenförderung und Bildungsforschung
Zusätzlich zur Kooperation mit Bautzen hat die FernUniversität eine Begleitstudie mit dem Titel „Bildungsinfrastrukturen machen“ veröffentlicht, die unter der Leitung von Prof. Dr. Sandra Hofhues und Prof. Dr. Julia Schütz steht. Die Studie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und fokussiert sich auf digitale Bildungsräume und deren Erforschung. Sie untersucht die Widersprüche zwischen technologischem Fortschritt und Individualisierung in der pädagogischen Praxis und hebt die Relevanz individualisierter Bildungs- und Lernprozesse hervor.
Die Begleitstudie, die mit 1,6 Millionen Euro gefördert wird, ist Teil des BMBF-geförderten Verbundes „Bildungsraum digital“ (BIRD). Das Forschungsteam besteht aus fünf wissenschaftlichen Mitarbeitenden und zahlreichen Diskussionsteilnehmenden, und die Forschung wird bis März 2025 fortgeführt. Die Expertise aus Medienpädagogik und Erwachsenenbildung fließt maßgeblich in die Studie ein, wobei Ergebnisse im Open-Access-Repository der FernUniversität verfügbar sind.
Im Rahmen der neuen Kooperation haben Rektor Stürmer und der Oberbürgermeister von Bautzen, Vogt, sich bereits zu einem baldigen Gegenbesuch auf dem Campus in Hagen verabredet, um die Kooperation weiter auszubauen und zu vertiefen.
