Am 20. und 21. Mai 2026 wird in Niedersachsen ein Warnstreik im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stattfinden. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr, insbesondere auf die Verkehrsunternehmen üstra, die an diesen Tagen keine Busse und Bahnen fahren werden. Infolge dieser Maßnahme wurde ein kostenloser Buspendelverkehr eingerichtet, der eine Alternative für Patientinnen, Patienten, Besucherinnen, Besucher, Beschäftigte und Studierende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bietet. Die Busse sind von 5.30 Uhr bis 17.15 Uhr im Einsatz und verkehren zwischen der Haltestelle Karl-Wiechert-Allee und dem MHH-Campus, gekennzeichnet mit dem Schild „MHH-Shuttle“.
Durch den Streik wird der reguläre Bus- und Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Die S-Bahn-Linien S3, S6 und S7 werden jedoch weiterhin vom Hauptbahnhof zum S-Bahnhof Karl-Wiechert-Allee verkehren. Für die MHH-Besucher wird der Weg zur Haltestelle am Haupteingang deutlich mit Schildern ausgeschildert, sodass der Umstieg auf den Shuttle-Bus leicht zu finden ist. Die Abfahrt der Shuttle-Busse erfolgt alle 30 Minuten, um den Bedarf der Nutzer zu decken. Die MHH hat sich darauf vorbereitet, um sicherzustellen, dass alle Nutzer trotz der Störung bestmöglich versorgt werden.
Hintergrund des Warnstreiks
Der Warnstreik findet im Rahmen eines umfassenden Arbeitskampfprogramms der Gewerkschaft Verdi statt, die in mehreren Bundesländern, darunter Niedersachsen, den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen möchte. Verdi fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen für rund 100.000 Beschäftigte im Nahverkehr, kürzere Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Besonders betroffen sind die Städte Osnabrück, Göttingen und Hannover, wobei in Göttingen Streiks am 19. und 20. Mai sowie in Hannover am 20. und 21. Mai angekündigt sind. In anderen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Berlin wurden hingegen bereits Einigungen erzielt, und dort sind keine neuen Streiks geplant.
Für Autofahrer wird empfohlen, sich vorab über die Verkehrssituation zu informieren, da vor allem im Berufsverkehr mit Staus gerechnet werden muss. Der ADAC weist darauf hin, dass alternative Verkehrsmittel wie E-Scooter, Fahrräder oder Mietwagen in Betracht gezogen werden sollten. Der ADAC hat zudem darauf hingewiesen, dass für die betroffenen Fahrgäste der ÖPNV keine Streiks bei der Deutschen Bahn stattfinden, da eine Einigung zwischen der Gewerkschaft GDL und der DB erzielt wurde.