Prof. Dr. Kaid Darwiche, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer und neuer Professor für interventionelle Endoskopie thorakaler Tumore an der Ruhr-Universität Bochum, treibt die Innovation in der Pneumologie voran. Er hat in seinem Beruf zahlreiche minimalinvasive und roboterunterstützte Verfahren zur Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen mitentwickelt. Mit seiner jüngsten Ernennung am 29. Juni 2026 wird er nun auch in der Lehre aktiv und möchte seine umfassenden Erfahrungen mit angehenden Mediziner*innen teilen.

Die Pneumologie ist für die Linderung von Atemnot unerlässlich. Prof. Darwiche unterstreicht die Notwendigkeit, besonders Raucherinnen und Ex-Raucherinnen zwischen 50 und 75 Jahren zur Teilnahme an Lungenkrebsscreenings zu motivieren, die 2026 in die Regelversorgung aufgenommen werden. Diese Bildschirmungen sollen helfen, Tumore in frühen Stadien zu erkennen. Eine Statistik aus England zeigt, dass 60 Prozent der im Screening entdeckten Tumore in Frühstadien sind. Dies ist besonders wichtig, denn in Deutschland erkranken jährlich etwa 57.000 Menschen an Lungenkrebs, und die Sterblichkeit kann durch frühe Diagnosen speziell bei starken (Ex-)Rauchern gesenkt werden.

Wichtige Screening-Kriterien

Für die Teilnahme am Lungenkrebsscreening gelten klare Richtlinien. Die Interessierten müssen aktive oder ehemalige starke Raucher sein und im Alter zwischen 50 und 75 Jahren liegen. Ein Kriterium ist, dass sie mindestens 25 Jahre kontinuierlich geraucht haben, wobei ein Packungsjahr als eine Packung pro Tag über ein Jahr definiert wird. Bei Ex-Rauchern sollte der Rauchstopp weniger als zehn Jahre zurückliegen. Das Screening kann alle zwölf Monate erfolgen, vorausgesetzt, der Allgemeinzustand erlaubt es. Wer innerhalb der letzten zwölf Monate eine Thorax-CT hatte, kann nicht teilnehmen.

Die Zunahme der Raucher*innen, insbesondere unter jungen Menschen seit der Corona-Pandemie, macht diese Maßnahmen umso dringlicher. Prof. Darwiche fordert daher eine stärkere Regulierung der Tabak- und E-Zigarettenindustrie. E-Zigaretten werden oft als ungesund angesehen und als Einstiegsdroge ins Rauchen betrachtet.

Die epidemiologischen Daten im Bereich Lungenkrebs sind alarmierend. Jährlich sterben über 50.000 Menschen in Deutschland, häufig auch in Verbindung mit dem Rauchen. Um dem entgegenzuwirken, liegt ein Hauptaugenmerk auf der Prävention und der frühen Erkennung.

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Vision für die Zukunft

Prof. Darwiche bringt eine Fülle an Erfahrung in die Forschung und Lehre am St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum. Von seinem Medizinstudium in Bochum und Santiago de Compostela über mehrere Facharzt- und Oberarztpositionen bis zur Chefarzttätigkeit hat er kontinuierlich an der Schnittstelle von Diagnose und Therapie gearbeitet. Sein Ziel bleibt klar: die Verfeinerung der Verfahren zur wichtigen Lungenkrebsdiagnose und -therapie.

Die Arbeit des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut verdeutlicht, wie wichtig die Sammlung und Auswertung epidemiologischer Daten ist, um Fortschritte im Kampf gegen Krebs zu erzielen. Der Austausch zwischen Forschung, Lehre und praktischer Anwendung wird entscheidend dafür sein, die Lungenkrebsmortalität zu senken und das Bewusstsein für Präventionsmaßnahmen zu schärfen.

Das Engagement von Experten wie Prof. Darwiche und die Einführung strukturierter Screening-Programme sind zentrale Aspekte in einem umfassenden Strategiepapier zur Bekämpfung von Lungenkrebs in Deutschland. Es bleibt abzuwarten, welche Fortschritte in den kommenden Jahren erzielt werden können.

Für mehr Informationen zu den Lungenkrebsscreenings und deren Rahmenbedingungen, klicken Sie hier: Unimedizin Mainz. Auf der Seite des Krebsinformationsdienstes finden Sie umfassende Daten und Statistiken zum Krebsgeschehen in Deutschland: Krebsinformationsdienst.

Für weitere Informationen über Prof. Darwiche und seine Forschung, besuchen Sie bitte: Ruhr-Universität Bochum.