Im April 2026 wurde ein alarmierender Ausbruch des Andes-Virus, einer südamerikanischen Form des Hanta-Virus, festgestellt. Mehrere Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs infizierten sich, was die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzte. Das Andes-Virus ist bekannt dafür, eine potenziell lebensgefährliche Infektionskrankheit zu verursachen, auch wenn Ausbrüche eher selten vorkommen. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt nur bei engem Kontakt, was die Risiken in bestimmten Umgebungen erhöht. Experten betonen jedoch, dass es zurzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Behandlung gibt; die medizinische Versorgung beschränkt sich auf symptomatische Linderung.

Forschende aus Bochum und Hamburg haben die Stabilität des Andes-Virus sowie dessen Reaktion auf Desinfektionsmittel untersucht. Prof. Dr. Eike Steinmann von der Ruhr-Universität Bochum meldete, dass das Andes-Virus weniger stabil ist als viele andere behüllte Viren. Dies ist besonders relevant für die Entwicklung effektiver Desinfektionsstrategien. In einer Studie, veröffentlicht im Dezember 2025 im „Journal of Hospital Infections“, wurden zwei alkoholisierte Hand-Desinfektionsmittel getestet, die von der WHO empfohlen werden. Unter optimalen Bedingungen, das heißt bei einer Einwirkzeit von 30 Sekunden, konnten beide Mittel das Virus in Zellkultur vollständig inaktivieren.

Desinfektionsmittel und ihre Wirksamkeit

Die Forschungsarbeiten berichteten auch über die Stabilität des Virus auf verschiedenen Oberflächen. Nach acht Stunden blieb die Infektiosität des Andes-Virus nahezu unverändert, aber nach 24 Stunden sank die Anzahl ansteckender Viruspartikel erheblich. Nach einer Zeitspanne von fünf Tagen ging die Ansteckungsgefahr nahezu gegen null.

Zusätzlich wurde die Wirksamkeit von fünf verschiedenen Flächendesinfektionsmitteln getestet. Diese erwiesen sich als sehr effektiv, da sie das Virus nach der empfohlenen Einwirkzeit vollständig beseitigten. Diese Daten sind von entscheidender Bedeutung, da sie die Notwendigkeit unterstreichen, angemessene Hygienemaßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.

In Anbetracht der Situation haben die Behörden und Gesundheitsexperten ihre Richtlinien zur Bekämpfung des Andes-Virus bereits aktualisiert. Die Ergebnisse der Studien bieten wichtige Hinweise zur Bekämpfung des Virus und zur Aufklärung der Öffentlichkeit über präventive Maßnahmen.

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Für weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie und den daraus abgeleiteten Empfehlungen lesen Sie den Bericht von Ruhr-Universität Bochum.