Am 29. Mai 2026 fand an der FernUniversität in Hagen die 16. Studienwoche im Bereich Literatur- und Medienwissenschaft statt. Organisiert von Dr. Vanessa Höving, zog die Veranstaltung über 70 Studierende an, die an verschiedenen Vorlesungen, Seminaren und einem Experimentallabor teilnahmen. Ein besonderes Highlight war der Abendvortrag von Prof. Dr. Moritz Baßler sowie die Autorenlesung des renommierten Autors Leif Randt. [fernuni-hagen.de berichtet, dass …]

Die Themen der Studienwoche reichten von populärer Kultur über das Mittelalter bis hin zur Popliteratur. Das Experimentallabor, geleitet von Hon.-Prof. Dr. Martin Kiel, bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, mittelalterliche Themen in der Popkultur interaktiv zu erkunden. Exponate wie Sampler, höfische Plastikfiguren und sogar VR-Handschriften regten zur Diskussion an. Randt sprach während seiner Lesung über seine beiden Romane „Let’s talk about feelings“ (2025) und „Allegro Pastell“ (2020). Die anschließende Diskussion, moderiert von Linda Göttner, gab den Studierenden Raum, Fragen zu stellen und die Werke von Randt zu erörtern.

Popliteratur und digitale Revolution

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Entwicklung der Popliteratur, die in drei Phasen unterteilt wird: beginnend in den 1960er Jahren, über die Jahrtausendwende bis zur gegenwärtigen Diskussion. Der Kritiker Kauer beschreibt Randts Werke als Teil einer dritten Phase, die durch Melancholie und Selbstreflexion geprägt ist. Diese Perspektiven spiegeln den Einfluss der digitalen Revolution auf Selbstwahrnehmung und zwischenmenschliche Beziehungen wider. Die Zielsetzung der Literatur besteht darin, ein Bewusstsein für Medienstrukturen und deren Einfluss auf das Individuum zu schaffen.

Zusätzlich zu Randts Lesung wurde die Bedeutung der digitalen Buchkultur thematisiert. In der heutigen Literaturszene haben eReader und Smartphone-Apps die Art und Weise, wie gelesen wird, grundlegend verändert. Prof. Dr. Sven Stollfuß von der Universität Leipzig hebt hervor, dass Störfaktoren wie Push-Mitteilungen und die gleichzeitige Nutzung mehrerer Apps das Leseverhalten beeinflussen. Diese digitalen Veränderungen, oft als „Plattformisierung des Lesens“ bezeichnet, verändern die Textauseinandersetzung und fördern das Schnelllesen, was zu einem geringeren Textverständnis führt [l-iz.de berichtet, dass …].

Randts Werke und ihre Relevanz

Leif Randt, ein bemerkenswerter Schriftsteller im Bereich der zeitgenössischen Popliteratur, hat mit seinen Romanen, darunter „Planet Magnon“ (2015) und „Allegro Pastell“, große Aufmerksamkeit erregt. „Planet Magnon“ spielt in einer utopischen Welt und thematisiert den Konsum sowie politische Entscheidungen, die durch ein Computersystem gelenkt werden. Die komplexe Handlung verfolgt zwei Protagonisten, die sich in dieser Welt bewegen und Herausforderungen bewältigen müssen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

„Allegro Pastell“ behandelt Beziehungen und das digitale Leben in urbanen Zentren. Die Geschichte zwischen dem Webdesigner Jerome Daimler und der Schriftstellerin Tanja Arnheim spielt in Frankfurt und Berlin und thematisiert aktuelle gesellschaftliche Strömungen. Besonders interessant ist, dass die Handlung durch reale Orte und moderne Kommunikationsmittel wie WhatsApp und Instagram bereichert wird. Randt nutzt hierbei auch kontrafaktische Elemente, um die Erzählung lebendig zu halten [wikipedia.org berichtet, dass …].

Die Verfilmung von „Allegro Pastell“, die bei der Berlinale 2024 Premiere feierte und am 16. April 2026 in die Kinos kam, zeigt das stetige Interesse an Randts Werk. Regie führte Anna Roller, die das Drehbuch nach Randts Vorlage umsetzte. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie zeitgenössische Literatur und digitale Medien weiterhin miteinander verwoben sind.