Am 2. Juni 2026 hat Alexandra Pontzen eine neue Rolle an der FernUniversität in Hagen übernommen. Sie leitet das Lehrgebiet „Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienästhetik“. Pontzen, die bereits über umfangreiche Erfahrungen in der akademischen Welt verfügt, betont in ihrer Arbeit die Relevanz von Beobachtung und Beschreibung innerhalb der Wissenschaft.

Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung auf die Geisteswissenschaften. Ihr Anliegen ist es, das individuelle Lesen, Schreiben, Bewerten und Verantworten von Texten zu fördern. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie im Laufe ihrer Karriere entwickelt hat, spiegeln sich auch in ihrer Lehrmethodik wider.

Akademische Laufbahn und internationale Erfahrungen

Pontzen begann ihr Studium in den 1980er Jahren in Bonn und erwarb Abschlüsse in Germanistik, Romanistik und Erziehungswissenschaft. Der Aufenthalt in Toulouse war entscheidend für ihre internationale Perspektive. Nach ihrer Promotion im Jahr 2000 in Bonn arbeitete sie als wissenschaftliche Assistenz in Marburg. Im Jahr 2004 wurde sie zur Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Lüttich in Belgien berufen.

2013 kehrte sie nach Deutschland zurück und übernahm eine Professur an der Universität Duisburg-Essen. Dort fokussierte sie sich auf Themen wie Literatur und Emotionen, Genderfragen sowie deutsch-jüdische Literatur. Der Wechsel zur FernUniversität in Hagen wurde von dem Wunsch motiviert, neue Herausforderungen zu suchen und mehr Freiraum für ihre eigenen Schreibprojekte zu gewinnen.

Aktuelle Forschungsprojekte

Ein wichtiges aktuelles Forschungsfeld von Pontzen sind die „Mikrotopoi“ in der Literatur, insbesondere die Themen Wohnen und Interaktionsregeln in kleinen Räumen. Daneben leitet sie ein Projekt, das sich mit den weiblichen Kämpfer:innen des spanischen Bürgerkriegs und deren unkonventionellen Kampfformen beschäftigt. Ziel ist es, unentdeckte Quellen und Dokumente zu finden, die zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Region Nordrhein-Westfalen beitragen können.

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Zusätzlich zu ihrer Forschung hat Pontzen eine Leidenschaft für Literaturkritik. Sie leitet die Redaktion „Gegenwartskulturen“ der Zeitschrift literaturkritik.de.

Bildungsangebote und Unterstützung für Studierende

Die Entscheidung über die Zulassung zu einem Masterstudium an der Universität Köln erfolgt durch die Geschäftsstelle Masterzulassung entsprechend der Vorgaben des Zulassungsausschusses. Die Zulassungsvoraussetzungen sind in der Zulassungsordnung jedes Studiengangs festgehalten. Eine verbindliche Prüfung der Zulassung wird erst nach der Bewerbung vorgenommen. Studieninteressierte mit ausländischen Abschlüssen können sich an das International Office wenden, während Fachberater:innen und die zentrale Studienberatung Unterstützung bieten.

Für Studierende, die während ihres Studiums Kinder oder pflegebedürftige Angehörige versorgen, gibt es Informations- und Beratungsstellen. Darüber hinaus bietet der „Wegweiser“ Informationen zu Unterstützungsangeboten für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.

Digitale Bildungsinfrastruktur

Ein weiterer interessanter Aspekt der aktuellen Bildungslandschaft ist die Plattform SHRIMP_PODS, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). SHRIMP_PODS ist Teil der Nationalen Bildungsplattform (NBP) und bietet keine eigenen Inhalte an, sondern stellt eine Infrastruktur für textzentriertes Arbeiten zur Verfügung. Diese Plattform wurde in mehreren Phasen entwickelt, um innovative Lehr-Lern-Szenarien zu fördern und digitales Lernen in den Geisteswissenschaften voranzutreiben.

SHRIMP_PODS zeichnet sich durch seine Anbindung an die NBP aus und soll auch unabhängig zugänglich sein. In verschiedenen Projektphasen, darunter pilotierende und kooperative Ansätze, wurde bereits vielversprechende Technologie wie Learning Analytics und Machine Learning zur Verbesserung der Lehrmethoden integriert.

Die vielfältigen Projekte und Initiativen in diesem Bereich verdeutlichen das Potenzial der Digitalisierung für die Zukunft der Bildung. Sowohl an der FernUniversität in Hagen unter der Leitung von Pontzen als auch an anderen Universitäten wird aktiv daran gearbeitet, die Herausforderungen der digitalen Transformation in der Lehre zu meistern.