Heute, am 11. Oktober 2026, richtet sich der Blick auch an der Uni Halle auf Mädchen und junge Frauen in Sachsen-Anhalt. Ende 2025 lebten im Land 1.078.900 Mädchen und Frauen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 50,9 Prozent.

150.782 von ihnen waren jünger als 18 Jahre. Zahlen, die zunächst trocken wirken, aber ziemlich viel über die Größe und Vielfalt dieser Gruppe erzählen: über Schülerinnen, Auszubildende, künftige Studentinnen – und über Mädchen, deren Bildungsweg schon früh schwieriger wird.

Mehr Abiturientinnen als Abiturienten

Im Jahr 2025 verließen 9.177 Mädchen eine allgemeinbildende Schule. 2.616 von ihnen erwarben die allgemeine Hochschulreife. Das entsprach 28,5 Prozent aller Schulabgängerinnen. Damit gab es 528 Abiturientinnen mehr als Abiturienten.

Gleichzeitig gingen 975 Mädchen ohne Hauptschulabschluss von der Schule ab. Ihr Anteil unter den Schulabgängerinnen betrug 10,6 Prozent. Bei den Jungen lag dieser Anteil mit 16,1 Prozent deutlich höher. Zwei Seiten derselben Statistik – und dazwischen liegen viele einzelne Schuljahre, Gespräche, Prüfungen und manchmal auch schlicht Durchhaltevermögen.

Der Internationale Tag der Mädchen findet jedes Jahr am 11. Oktober statt. Initiiert wurde er von den Vereinten Nationen. Der Aktionstag fällt heuer damit genau auf den heutigen Tag.

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Weniger Schulabgänge im Schuljahr 2024/25

Am Ende des Schuljahres 2024/25 verließen 18.879 Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt. Das waren 204 Personen beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als im Schuljahr 2023/24.

Den mittleren Schulabschluss – dazu zählen der Realschulabschluss, der erweiterte Realschulabschluss und der schulische Teil der Fachhochschulreife – erwarben 9.399 Personen. Das entsprach 49,8 Prozent; im Vorjahr waren es 49,6 Prozent.

Die allgemeine Hochschulreife erreichten 4.704 Personen, also 24,9 Prozent. Im Vorjahr lag der Anteil bei 25,0 Prozent. Einen Hauptschul- oder qualifizierten Hauptschulabschluss erhielten 2.241 Personen, entsprechend 11,9 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 11,1 Prozent.

Für 1.761 Jugendliche endete die Schulzeit mit einem Abgangszeugnis. Das waren 9,3 Prozent, nach 9,5 Prozent im Vorjahr. 477 Personen erhielten ein Abschlusszeugnis der Förderschule für Lernbehinderte; ihr Anteil lag bei 2,5 Prozent, gegenüber 3,1 Prozent im Vorjahr. Weitere 297 Personen bekamen ein Abschlusszeugnis der Förderschule für Geistigbehinderte. Hier blieb der Vorjahresanteil mit 1,6 Prozent unverändert.

Warum die Zahlen nicht immer glatt aufgehen

Die Angaben zu den Mädchen beruhen auf der Bevölkerungsfortschreibung und der Statistik der allgemeinbildenden Schulen. In der Schulstatistik wurden die Absolutwerte ebenso wie in den Angaben zum Schuljahr 2024/25 aus Gründen der statistischen Geheimhaltung auf ein Vielfaches von drei gerundet.

Darum können gerundete Einzelwerte von der gerundeten Gesamtsumme abweichen. Auch bei den daraus berechneten Anteilen sind kleine Abweichungen möglich. Statistik ist an dieser Stelle ein bisschen wie Kleingeldzählen: Fast alles stimmt, aber am Ende passt die Summe nicht zwingend auf den Cent.

Weitere Daten stehen im Bericht „Allgemeinbildende Schulen – Schuljahresendstatistik 2024/25“ des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Langzeitreihen und Basisdaten lassen sich außerdem über die GENESIS-Online-Tabellen zur Statistik der allgemeinbildenden Schulen (21111) abrufen.

Quellen: Hallanzeiger und Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.