Am 1. Juni 2026 zeigt sich, wie #Menstruationsthemen zunehmend in den Fokus an Kunst- und Musikhochschulen rücken. An der Folkwang Universität der Künste wird der Körper hier nicht nur als Instrument wahrgenommen, sondern auch als Teil der Lebensrealität der Studierenden und Beschäftigten. Menstruation, ein natürliches biologisches Phänomen, hat direkten Einfluss auf den Hochschulalltag, insbesondere während Konzerte, Proben oder Meetings.
Viele Menschen empfinden Menstruationsbeschwerden, die jedoch oft nicht offen thematisiert werden. Diese Unsichtbarkeit der Probleme steht im Widerspruch zu den Notwendigkeiten, körperliche Realitäten in der Hochschulbildung zu berücksichtigen. Ein zentraler Punkt der aktuellen Initiative besteht darin, Räume zu schaffen, die Raum für diese Gespräche bieten und ein Bewusstsein für die Herausforderungen, die viele Betroffene erleben, fördern.
Innovation und Unterstützung
Um das Thema sichtbar zu machen, hat die Folkwang Universität eine bemerkenswerte Kampagne ins Leben gerufen. Diese bietet kostenfreie Periodenprodukte an sämtlichen Campusstandorten an. Am Weltmenstruationstag, dem 28. Mai, wurden die ersten Spender für Periodenprodukte in der Bibliothek und in den Toiletten der Mensa am Campus Essen-Werden installiert. Das Ziel ist es, das Angebot im Juni auf allen Campus zu erweitern.
Die Spender stellen Tampons und Binden in Bioqualität bereit, wodurch ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen wird. Studierende aller Fachrichtungen sind eingeladen, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen, indem sie künstlerische oder wissenschaftliche Beiträge zum Thema Menstruation einreichen.
Beteiligung und Förderung
Die Interessierten haben bis Ende 2026 die Möglichkeit, Anträge im Gleichstellungsbüro einzureichen. Zur Unterstützung dieser kreativen und akademischen Auseinandersetzungen können Beiträge über den Projektfonds „Antidiskriminierung und Gleichstellung“ gefördert werden. Dies bietet nicht nur eine Plattform, um sich über Menstruation auszutauschen, sondern auch, um die eigenen Perspektiven zu teilen und die allgemeine Stigmatisierung zu hinterfragen.
Für weitere Informationen steht die Webseite „It’s Bloody Brilliant – Menstruieren an Folkwang“ zur Verfügung und bietet einen ausführlichen Einblick in die Kampagne und deren Ziele. Die Folkwang Universität positioniert sich damit als Vorreiterin in einem wichtigen gesellschaftlichen Diskurs und zeigt, dass Menstruation kein Tabuthema sein sollte.
Die Initiative an der Folkwang Universität verdeutlicht, dass Menstruationsbeschwerden Teil des Hochschulalltags sind und sichtbar gemacht werden müssen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, der nicht nur die Betroffenen unterstützt, sondern auch anderen Hochschulen als Vorbild dienen könnte.