Am 2. Juli 2026 hat Dr. Nicole Aeschbach bedeutende Fortschritte im Bereich der transdisziplinären Forschung und transformierenden Bildung vorgestellt. In einem innovativen Ansatz verbindet sie in ihrem „Framework“ transdisziplinäre Forschung, forschungsorientierte Lehre und transformatives Lernen, was einen neuen Impuls für Lehrformate geben soll. Die Zielgruppe umfasst Lehrende und Experten in der Lehrentwicklung, die auf der Suche nach neuen Methoden sind, um Studierende zu befähigen, wissenschaftliche Erkenntnisse im Kontext von Transformationsprozessen zu reflektieren und deren Verantwortung in Beruf und Gesellschaft ernst zu nehmen. Laut uni-heidelberg.de entstand der Orientierungsrahmen zur Vermittlung von transformativen Kompetenzen in einem „iterativen Prozess“, wobei Theoriebildung und praktische Umsetzung wechselseitig miteinander verbunden wurden.

Die Themenfelder dieser Initiative decken zentrale Herausforderungen wie den Klimawandel und die Nachhaltigkeit ab. Diese werden in Forschungs- und Lehrprojekten der Geographie sowie in der Lehramtsausbildung angesprochen. Aeschbach betont die Bedeutung von Lernsettings, die fachwissenschaftliche Inhalte mit dem Konzept der Transformative Literacy kombinieren. Diese Literacy befähigt Menschen, gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu verstehen, kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten. Beispielsweise finden Projekte wie „Transformative Umweltforschung“ am Geographischen Institut und die „Zusatzqualifikation Nachhaltigkeit“ für Lehramtsstudierende von der Heidelberg School of Education (HSE) Anwendung.

Methodensammlung und transdisziplinäre Ansätze

Die Adresse für transdisziplinäre Bildung hat sich auch in der Methodensammlung „Transdisziplinär und transformativ forschen. Eine Methodensammlung“ widergespiegelt, die von Rico Defila und Antonietta Di Giulio herausgegeben wurde. In diesem Open Access eBook, veröffentlicht durch Springer VS im Jahr 2018, werden Methoden zur Unterstützung der gemeinsamen Wissensgenerierung zwischen Wissenschaft und Praxis vorgestellt. Die Methoden sind darauf ausgelegt, transformative und nicht-transformative Forschung sowohl innerhalb als auch außerhalb von Reallaboren zu unterstützen. Dies schließt sechs erprobte Methodenpakete ein, darunter partizipative Prozesse zur Generierung eines Forschungsprogramms sowie verschiedene Ansätze zur Förderung sozialer Innovationen. Solche Verfahren sind besonders relevant für die Herausforderungen, die transdisziplinäre Forschung im Kontext von Reallaboren und nachhaltiger Entwicklung mit sich bringt.

Aeschbach, die auch in der 3DGeo-Forschungsgruppe am Geographischen Institut und an der HSE tätig ist, hat bereits wesentliche Beiträge in der Fachzeitschrift „npj Climate Action“ veröffentlicht. Das Framework zur Vermittlung von transformativen Kompetenzen orientiert sich an den „Leitlinien Lehre“ der Universität Heidelberg und betont eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen.

Innovationscampus Nachhaltigkeit

In diesem Zusammenhang wird das Projekt „Transdisziplinäre und transformative Nachhaltigkeitsbildung“ (TTNB) erwähnt, das Teil des Innovationscampus Nachhaltigkeit (ICN) ist, einer Initiative von Universität Freiburg und dem KIT. Das Projekt fokussiert sich auf die Stärkung transdisziplinärer und transformativ nachhaltiger Bildung an Hochschulen in Baden-Württemberg. Mit einer Laufzeit von Oktober 2025 bis Februar 2028 zielt das Projekt auf die Entwicklung und Umsetzung vielfältiger Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeitsbildung in Studium und Lehre. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung eines digitalen Lehr-Lern-Labors sowie die Bereitstellung niederschwelliger, analoger und digitaler Nachhaltigkeitslehrangebote.

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Das umfassende Bestreben hinter diesen Initiativen ist die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen. In enger Zusammenarbeit bieten die beiden Institutionen vernetzte projektbasierte Lehrangebote, die sowohl akademische als auch praktische Aspekte der Nachhaltigkeit integrieren. So wird eine Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen, die nicht nur das Lernen unterstützt, sondern auch konkrete Beiträge zur gesellschaftlichen Transformationsprozesse leistet.