Am 21. April 2026 äußert sich Leonid A. Klimov, ein prominenter Journalist und Experte für Medienformate, zu den Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation. Laut uni-heidelberg.de sind komplexe Sachverhalte zunehmend schwer greifbar, was eine rationale Vermittlung erschwert. Klimov kritisiert die gegenwärtigen Mechanismen des Wissenstransfers, die seiner Meinung nach nicht mehr ausreichend sind, um die Vielschichtigkeit der Welt verständlich zu machen.

Klimov fordert neue Ansätze in der Medienarbeit, besonders an der Schnittstelle von Wissenschaft und Journalismus. Er wird am 16. Juni 2026 einen Vortrag mit dem Titel „Freude an der Komplexität. Warum wir die Wissenschaftskommunikation (radikal) neu denken müssen“ halten.

Innovative Formate und Workshops

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein umfassendes Kurs- und Workshopprogramm angeboten. Dieses Programm umfasst ein Einführungsseminar zur Narratologie wissenschaftsbasierter Texte, bei dem die Teilnehmer lernen, abstrakte wissenschaftliche Erkenntnisse in packende Geschichten umzuwandeln. Darüber hinaus bieten weitere Workshops Strategien an, um lesbare, spannende und strukturierte Inhalte zu entwickeln, die für ein breiteres Publikum zugänglich sind.

Klimov gibt den Teilnehmern praktische Tipps, um den akademischen Sprachduktus zu vermeiden und legt besonderen Wert auf eine zielgruppenspezifische Ansprache, wie sie im Thema „To whom it may concern“ behandelt wird. Es ist entscheidend, dass Wissenschaftskommunikation auf die Bedürfnisse konkreter Zielgruppen zugeschnitten wird, um effektiv zu sein.

Klimovs Hintergrund und Engagement

Leonid A. Klimov hat Kultur- und Literaturwissenschaft in Sankt Petersburg studiert und promoviert. Außerdem hat er einen Masterabschluss in Kultur- und Medienmanagement von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 2015 ist er Redakteur für das Online-Magazin dekoder.org, wo er maßgeblich Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Journalismus leitet. Klimov hat sich auch als Fellow an der Hamburg Media School und am MediaLab Bayern engagiert und lehrte Wissenschaftskommunikation an Universitäten wie in Berlin, Basel und St. Gallen.

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Im Jahr 2024 wurde Klimov für die Scroll-Dokumentation „Der Krieg und seine Opfer“ für den „Grimme Online Award“ nominiert. Zudem ist er im Kontext der nature Marsilius Gastprofessur für Wissenschaftskommunikation zu erwähnen, die eine gemeinsame Initiative von Holtzbrinck Berlin, der Klaus Tschira Stiftung und der Universität Heidelberg ist.

Das Hauptziel dieser Professur ist es, qualitativ hochwertige Berichterstattung über wissenschaftliche Arbeiten und Erkenntnisse zu fördern. Gastprofessoren sollen zudem neue Diskussionen über Formen des Austauschs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit anstoßen. Zu den vorherigen Inhabern dieser Gastprofessur zählen Kai Kupferschmidt, Verena Mischitz und Vanessa Vu.