Neuer Botanischer Garten erhält Millioneninvestition: Ein Ort der Zukunft!
Die Universität Heidelberg plant eine umfassende Sanierung ihres Botanischen Gartens, die in mehreren Bauphasen erfolgen wird. Dieser bedeutende Schritt umfasst nicht nur die Errichtung neuer Forschungsgewächshäuser, sondern auch die Erneuerung bestehender Strukturen, um den Anforderungen an moderne Forschung gerecht zu werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die erste Bauphase beträgt etwa 26,3 Millionen Euro, wobei die Fertigstellung für Ende 2028 und die Übergabe im Herbst 2029 angedacht ist, wie uni-heidelberg.de berichtet.
Die erste Bauphase sieht den Neubau der Forschungsgewächshäuser auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratmetern vor. Ein Verbindungsbau mit 73 Metern Länge wird technische Versorgung und Arbeitsplätze bieten und dafür sorgen, dass wissenschaftliche und öffentlich zugängliche Schauhäuser voneinander getrennt sind. Geplant sind acht Gewächshäuser unterschiedlicher Größe und Traufhöhe, die insgesamt 27 Einheiten mit verschiedenen Kulturklimaanforderungen bereitstellen. Zudem werden im Untergeschoss Kühl- und Technikräume sowie zwei neue Zisternen zur Sammlung von Niederschlagswasser integriert.
Bauphasen im Detail
Ab Oktober 2029 wird die zweite Bauphase beginnen. In dieser Phase steht die Erneuerung der Schaugewächshäuser, des Tropenhauses sowie der Pavillons und des Betriebshofs im Fokus. Teilweise wird ein Rückbau des Bestands stattfinden, wobei die etwa 2.000 Quadratmeter große Anlage nach dem historischen Vorbild von 1915 umgestaltet werden soll. Ein neuer Innenhof zwischen den Schau- und Forschungsgewächshäusern wird entstehen und das Viktoriahaus wird als Sommerquartier fungieren. Im Zuge dieser Bauarbeiten wird das alte Werkstattgebäude abgerissen und durch einen klimafreundlichen Neubau in Holzbauweise mit Photovoltaikanlage ersetzt.
Die dritte Bauphase ist für 2031 vorgesehen und wird sich auf die Sanierung der Außenanlagen konzentrieren. Die geplanten Maßnahmen beinhalten eine sichtbare Gestaltung des Haupteingangsbereichs, die Einfriedung, barrierefreie Zugänge sowie die Wiederherstellung der Bestandswege. Die gesamte Fläche des Botanischen Gartens wird sich auf etwa 32.700 Quadratmeter belaufen. Die vollständige Inbetriebnahme und Übergabe an die Universität sind für September 2033 geplant. Während der gesamten Sanierungsmaßnahmen wird der Botanische Garten mit Einschränkungen sowohl für wissenschaftliche Nutzung als auch als Erholungsort geöffnet bleiben.
Förderung von Forschungsinfrastrukturen
Die Sanierung des Botanischen Gartens wird durch Fördermittel unterstützt, die unter strengen Kriterien für Forschungsbauten bereitgestellt werden. Laut bmftr.bund.de muss ein solcher Bau überwiegend der Forschung dienen und eine exzellente wissenschaftliche Qualität aufweisen. Die Investitionskosten müssen zudem mindestens 5 Millionen Euro betragen. Anträge werden von interessierten Hochschulen an die jeweiligen Ministerien gerichtet, welche die Anträge anschließend an den Bund und den Wissenschaftsrat weiterleiten.
Ein weiterer relevanter Aspekt ist die Förderung von Großgeräten, die ebenfalls bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) spielt eine zentrale Rolle in der Bereitstellung dieser Fördermittel, die gleichmäßig zwischen dem Bund und dem jeweiligen Sitzland der Hochschule aufgebracht werden, wie das dfg.de Portal erläutert.
Mit dieser umfangreichen Sanierung möchte die Universität Heidelberg nicht nur die Forschungsbedingungen im Botanischen Garten verbessern, sondern auch eine wertvolle Errungenschaft für die wissenschaftliche Gemeinschaft schaffen. Indem moderne Technologien und nachhaltige Praktiken integriert werden, positioniert sich die Universität als fortschrittlicher Akteur im internationalen Forschungsumfeld.
