An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurde ein neues Institut ins Leben gerufen, das sich der Erforschung der Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalens widmet. Diese Initiative, die am 10. Juli 2026 offiziell bekannt gegeben wurde, markiert einen bedeutenden Schritt in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Historie des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Deutschlands. Das vorgestellte Konzept zielt darauf ab, die Landespolitik sowie die Parlamentsgeschichte in den Mittelpunkt der Forschungsarbeit zu rücken.

Mitinitiiert wurde das Institut von der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, die sowohl die Gründung als auch den laufenden Betrieb finanziert. Unter der Leitung von Dr. Guido Hitze, einem erfahrenen Historiker und Politologen, wird das Institut auch wichtige Impulse für die Lehre an der HHU setzen. Dr. Hitze war zuvor bei der Landeszentrale für politische Bildung tätig und wird nun die Entwicklung des wissenschaftlichen Profils des neuen Instituts verantworten.

Ziele und Schwerpunkte des Instituts

Die primären Ziele des „Instituts für Landeszeitgeschichte NRW“ sind die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der nordrhein-westfälischen Historie seit der Gründung des Landes sowie die Integration der Erkenntnisse in Lehre und Forschung an der HHU. Die Forschung soll nicht nur zur Analyse der demokratischen Resilienz beitragen, sondern auch neue Perspektiven auf Themen wie Zusammenhalt und Landesidentität eröffnen.

Die Forschung des Instituts wird sich auf politische, gesellschaftliche, kulturelle und institutionelle Entwicklungen Nordrhein-Westfalens beziehen und diese in den größeren Kontext der bundesdeutschen sowie europäischen Geschichte setzen. Es wird jedoch keine Untersuchungen zu vorgeschichtlichen oder landeshistorischen Perspektiven vor der Gründung des Landes NRW geben.

Unterstützung von politischen Institutionen

Die Gründung des Instituts wurde eng vom Landtag Nordrhein-Westfalen und dessen Präsident André Kuper unterstützt. Diese politische Begleitung signalisiert das große Interesse an der dokumentierten politischen Erfolgsgeschichte des Landes. Basil Kerski, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, unterstreicht die Notwendigkeit, die demokratische Tradition des Bundeslandes zu erforschen und zu vermitteln.

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Das Institut ist der Philosophischen Fakultät der HHU zugeordnet und ist im Institut für Geschichtswissenschaften angesiedelt, wo es in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte, geleitet von Prof. Dr. Guido Thiemeyer, tätig ist. Prof. Dr. Anja Steinbeck, die Rektorin der HHU, betont die Stärkung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte Nordrhein-Westfalens und sieht darin eine entscheidende Bereicherung sowohl für die Universität als auch für die Gesellschaft.