Am 16. Juni 2026 hat das Hochschulwerk an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Verpflegung unternommen: Die Mensaküche wird erweitert, um den steigenden Bedarf angesichts der wachsenden Anzahl von Studierenden und Mitarbeitenden zu decken. Laut uni-wh.de wird die moderne Küche künftig im benachbarten Christopherus-Hof betrieben, wo ab sofort Gerichte zubereitet werden. Diese Umstellung eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten für eine zeitgemäße Verpflegung, sondern stärkt auch die nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

Mit der neuen Küchenausstattung können nun vier bis fünf Mal so viele Mahlzeiten pro Tag erzeugt werden, was sich im Vergleich zu den bisherigen 200 zubereiteten Portionen als ein deutlicher Fortschritt zeigt. Der Christopherus-Hof, der vom gemeinnützigen Christopherus Haus e. V. betrieben wird und 70 Bewohner:innen sowie 30 Gemeinschaftsmitglieder betreut, stellt einen geeigneten Standort dar. Die Küchenteam-Mitglieder arbeiten seit Jahren engagiert und werden nun mit mehr Platz für die Verpflegung ausgestattet.

Nachhaltigkeit und frische Produkte

Ein entscheidender Faktor des Ausbauprojekts ist der Fokus auf nachhaltige Ernährung. Die neue Großküche erlaubt eine verstärkte Verarbeitung frischer Lebensmittel und erhöht den Anteil an bio-regionalen Produkten erheblich. Vorverpackte Zutaten, die bisher genutzt wurden, werden zunehmend durch selbst zubereitete Komponenten ersetzt. Dies soll die Qualität der Mahlzeiten weiter steigern und gleichzeitig einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

Das Mittagessen wird weiterhin direkt an der Universität ausgegeben. Die Lieferung erfolgt umweltfreundlich mit einem kleinen E-Auto. Belegte Brötchen und kalte Speisen werden nach wie vor in der Mensa der Universität vorbereitet, was die Verbindung zwischen dem Campus und dem neuen Standort des Christopherus-Hofs festigt.

Integration mit der Gemeinschaft und langfristige Perspektiven

Eine besondere Verbindung besteht zwischen der Universität und dem Christopherus-Hof: Der Fußweg führt am Bildungsacker vorbei, wo Bio-Gemüse angebaut wird. Diese Initiative dient nicht nur der Verpflegung, sondern auch der Bildungsförderung. Im Rahmen des Projekts „Feldversuch“ wird das Gemüse für Kurse und Veranstaltungen rund um Gesundheitsförderung, Ernährung und Landwirtschaft genutzt.

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Die Mensaküche hat das Potenzial, die Verpflegung nicht nur für die Universität, sondern auch für Schulen, Kindertagesstätten und kleinere Betriebe in der Umgebung zu erweitern. Das Ziel dieser Zusammenarbeit geht über die reine Verpflegung hinaus; die Stärkung der Nachbarschaft und eine nachhaltige Versorgung stehen im Fokus. Zunächst konzentriert sich das Team jedoch auf den erfolgreichen Start der neuen Küche und die Optimierung der Abläufe, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Mit dieser Initiative unterstreicht die Universität Witten/Herdecke ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsorientierung, welches in der heutigen Zeit von großer Relevanz ist.