Im Rahmen einer entscheidenden Sitzung hat der Senat der Universität Oldenburg heute grundlegende Veränderungen in der Leitung der Hochschule beschlossen. Ab September wird das Universitätspräsidium von fünf auf sechs Mitglieder erweitert, was eine bedeutende Neuordnung in der Führung der Institution darstellt. Laut UOL.de wurden Gun-Britt Kohler, Michael Wark und Matthias Wendland als neue Mitglieder des Präsidiums ernannt.

Besonders hervorzuheben ist die Wiederwahl von Prof. Dr. Ralph Bruder zum Universitätspräsidenten. Bruder wird damit seine Amtszeit fortsetzen und hat sich dazu verpflichtet, die Universität auf ihrem bisherigen erfolgreichen Kurs zu halten. Michael Wark wird als Vizepräsident für Forschung und Transfer tätig sein, während Gun-Britt Kohler die Position der Vizepräsidentin für Akademische Karrierewege, Chancengleichheit und Internationales einnimmt. Matthias Wendland wird die neue Rolle als Vizepräsident für Digitalisierung übernehmen.

Änderungen in der Amtszeit

Der Senat hat ebenfalls beschlossen, die Amtszeiten der Vizepräsidenten von zwei auf drei Jahre zu verlängern. Diese Entscheidung soll eine breitere Planungssicherheit und Kontinuität in der Hochschulführung gewährleisten. Prof. Dr. Andrea Strübind, die bereits Vizepräsidentin für Studium und Lehre ist, wurde für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Die neue Universitätsleitung wird am 1. September 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Der Senat plant, die beschlossenen Änderungen zusammen mit einer Stellungnahme des Hochschulrats dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur vorzulegen. Diese Schritte sind Teil der strategischen Neuausrichtung der Universität, die weiterhin an Bedeutung in der Hochschullandschaft gewinnen möchte.

Fokus auf Forschung und Digitalisierung

Michael Wark hat bereits in seiner Antrittsrede betont, dass er die Forschung an der Universität in enger Zusammenarbeit mit der benachbarten Universität Bremen ausbauen möchte. Ein zentrales Ziel ist es, Forschungsergebnisse stärker in die Öffentlichkeit zu bringen, um die Sichtbarkeit der Universität zu erhöhen.

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Gleichzeitig legt Strübind Wert auf die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Lehre. Sie plant eine umfassende Reform des Prüfungswesens, um den Anforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden. Kohler hingegen möchte die internationale Vernetzung der Universität und der Northwest Alliance stärken, sowie die Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Mitarbeitende erheblich verbessern.

Wendland sieht in der Künstlichen Intelligenz ein zentrales Element der Digitalisierungsstrategie und hebt die Verantwortung der Universität im digitalen Wandel hervor. Seine Vision ist es, die Universität auch im Bereich der Digitalisierung zukunftsfähig zu gestalten.

Diese Neuausrichtung in der Universitätsleitung stellt eine bedeutende Weichenstellung für die Zukunft der Universität Oldenburg dar. Die neuen Programme und Strategien versprechen, den Standort als akademische Institution weiter zu stärken und die Position der Hochschule in der Forschung und Lehre zu festigen.