Am 29. April 2026 fand an der Universität Potsdam ein Empfang mit dem südkoreanischen Botschafter S. E. Sang Beom Lim statt, der im Zeichen der Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Südkorea stand. Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., bekräftigte das Engagement der Universität, bestehende Kooperationen in Forschung und Lehre weiter auszubauen. Diese Initiative zielt darauf ab, koreanischen sowie deutschen Studierenden den akademischen Austausch zu erleichtern.

Vertreter der Germanistik, insbesondere des Bereichs Deutsch als Fremdsprache, und des International Office kamen zu dem Gespräch zusammen, um Möglichkeiten einer Vertiefung der Zusammenarbeit zu erörtern. Aktuell bestehen Kooperationen mit namhaften Institutionen wie der Seoul National University, der Hankuk University of Foreign Studies und der Ewha Womans University. Eine geplante Partnerschaft mit der Hongik University in Seoul soll das Netzwerk weiter stärken.

Kultur- und Wissensaustausch fördern

Die Kooperationen wurden maßgeblich durch die Potsdamer Germanistik initiiert, die von Dr. Torsten Andreas und Prof. Dr. Christoph Schroeder geleitet wird. Die Zusammenarbeit soll nicht nur den koreanischen Studierenden, die Deutsch lernen möchten, zugutekommen, sondern auch deutschen Studierenden, die Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache unterrichten.

Besonders betont wurde das große Interesse der Potsdamer Studierenden an südkoreanischen Universitäten. Die Zahlen belegen dies: In Deutschland studieren rund 6.500 koreanische Studierende, jedoch nur etwa 30 davon in Potsdam. Präsident Günther warb beim Botschafter für die Universität und stellte die englischsprachigen Master-Studiengänge vor, die potenziell auch koreanische Studierende anziehen könnten.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die kulturelle Verbindung, die Potsdam durch die koreanische Serie „Queen of Tears“ gewonnen hat. Einige Szenen dieser Serie wurden in Schloss und Park Sanssouci gedreht. Diese mediale Präsenz könnte dazu beitragen, das Interesse an Potsdam als Studienstandort zu wecken.

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Neue Lehrformate und Projektkooperationen

Die beiden Gesprächspartner, Botschafter Lim und Günther, diskutierten Formate zur Förderung des Interesses an beiden Ländern. Eine vielversprechende Möglichkeit sind kooperative Lehrveranstaltungen zwischen koreanischen und deutschen Studierenden, die durch Videokonferenzen im Bereich Deutsch als Fremdsprache realisiert werden könnten.

Ein weiterer innovativer Ansatz ist das Projekt „Handlungsorientierte Interaktion mit der Maus“. Dieses Vorhaben involviert rund 30 Lehrkräfte auf drei Kontinenten und zeigt, wie internationale Zusammenarbeit nicht nur geografische Grenzen, sondern auch kulturelle Barrieren überwinden kann.