Am 20. April 2026 gab es an der Universität Potsdam ein bedeutendes Treffen zwischen Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., und I.E. Stella Mokaya Orina, der Botschafterin Kenias in Deutschland. Ziel des Gesprächs war es, die individuellen Verbindungen zwischen der Universität Potsdam und Kenia auf zentraler Ebene auszubauen. An dem Gespräch nahmen auch Forscher der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Humanwissenschaftlichen Fakultät sowie Vertreterinnen des International Office teil.

Die Gespräche drehten sich um mehrere zentrale Themen, darunter Digitalisierung, die Mobilität von Arbeitskräften nach Deutschland sowie die notwendige Ausbildung von Deutschen in Kenia. Die Kooperation mit Kenia wird als Chance gesehen, um gemeinsame Forschungsprojekte zu entwickeln und den Austausch von Forschenden zu fördern. Laut der Botschafterin äußerte Kenia den Wunsch nach Unterstützung für die Studierendenmobilität und die Deutschausbildung im Land.

Kooperationen und Herausforderungen

Die Universität Potsdam verfolgt bereits Kooperationen mit mehreren kenianischen Universitäten, darunter:

  • Kenyatta Universität (Organische und Analytische Chemie, Inklusion in der Schulbildung)
  • Katholische Universität Ostafrikas
  • Universität Nairobi (Chemie)
  • Universität Eldoret (Evolutionsbiologie und Systematische Zoologie)

Prof. Günther betonte die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kenia ergeben. Gleichzeitig wies er auf die Herausforderungen hin, vor denen Hochschulen stehen, wie politische Veränderungen, wirtschaftliche Krisen, Naturereignisse und interne Governance-Probleme. Dieser Austausch ist Teil des DAAD-Projekts DIES LEADx, welches auch Vizepräsidentinnen kenianischer Universitäten einbezieht.

Zu den Zielen der Kooperation gehört es, individuelle Aktivitäten in weitreichende Kooperationsvereinbarungen zu überführen. Die Universität strebt damit an, die Forschungslandschaft in Kenia weiter zu stärken und zu fördern.

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Kenia als Bildungs- und Forschungszentrum

Gemäß den Informationen des DAAD positioniert sich Kenia als regionales Zentrum für Bildung, Forschung und Technologie in Ostafrika. Das Gesetz über Wissenschaft, Technologie und Innovation (STI) von 2013 schafft den rechtlichen Rahmen, um Forschung und Innovation in Kenia voranzutreiben. Zentrale Institutionen, die dabei eine Rolle spielen, sind die Nationale Kommission für Wissenschaft, Technologie und Innovation (NACOSTI), die Kenianische Nationale Innovationsagentur (KENIA) und der Nationale Forschungsfonds (NRF).

Die Prioritäten des Landes orientieren sich an der langfristigen Entwicklungsstrategie „Vision 2030“ und der „Big Four Agenda“, die unter anderem Ernährungssicherheit, bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Produktion und allgemeine Gesundheitsversorgung zum Ziel hat. In den letzten Jahren hat sich die Nachfrage nach Hochschulbildung durch technische und berufliche Ausbildungsprogramme (TVET) verstärkt, wodurch die Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen gesteigert werden soll.

Aktuell umfasst das kenianische Hochschulsystem 83 akkreditierte Hochschulen, darunter 36 staatliche und 30 private Universitäten sowie fünf Universitäten mit vorläufiger Zulassung. Vor allem die großen öffentlichen Universitäten, wie die University of Nairobi und die Kenyatta University, verzeichnen die höchsten Studierendenzahlen. Das Bildungsministerium gibt Leitlinien für die Universitäten vor und unterstützt die Qualitätssicherung durch die Kommission für Hochschulbildung (CUE).

Diese umfassenden Bemühungen des kenianischen Bildungssektors werden durch die internationale Zusammenarbeit mit Ländern wie Deutschland unterstützt, um die Forschungskapazitäten und die akademische Mobilität zu erhöhen, was für beide Seiten von großem Vorteil sein könnte.

Mit der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kenia erwartet man eine Bereicherung beider Bildungssysteme und eine Stärkung der Forschungslandschaft in der Region.

Für weitere Informationen über die Bildungslandschaft in Kenia und die geplanten Kooperationen besuchen Sie DAAD und Universität Potsdam.